Wirtschaftsfaktor von Bedeutung

Die mineralische Baustoff- und Rohstoffindustrie ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor bildet - im wahrsten Sinne des Wortes - das Fundament des Wohn- und Verkehrswegebaus. Dasrüber hinaus liefert sie die Rohstoffe für zahlreiche andere Branchen und steht am Anfang vieler Wertschöpfungsketten. Im Jahr 2009 erwirtschafteten die rund 4.000 deutschen Unternehmen gemeinsam einen Umsatz von rund 25 Mrd. Euro.

Die Branche in Zahlen

Die Baustoff- und Rohstoffbranche ist mittelständisch geprägt. Nur rund 5 Prozent der Betriebe haben mehr als 100 Beschäftigte. Rund 132.500 Menschen haben bundesweit in den ca. 6.000 Betriebsstätten einen Arbeitsplatz. Weitere Arbeitsplätze bei Zulieferern und Abnehmern werden durch die Gewinnung und die Verarbeitung von mineralischen Rohstoffen möglich. So schafft eine Stelle in der Baustoff- und Rohstoffindustrie 7 Folgearbeitsplätze in den nachgelagerten Industrien. Die Baustoff- und Rohstoffindustrie sichert damit über 900.000 Arbeitsplätze in Deutschland.

Jährlich werden rund 600 Mio. Tonnen mineralische Rohstoffe (inkl. Recycling-Baustoffe) in Deutschland gewonnen. Rund 80 Prozent gehen zur Herstellung von Bau- und Dämmstoffen in die Bauwirtschaft. Weitere Abnehmer sind die Baustoffindustrie selbst, die chemische Industrie sowie die Metall- und Glasindustrie.

Neuentwicklungen in der Baustoff- und Rohstoffindustrie sind Voraussetzung für die Produktivität und Innovationsfähigkeit in nachgelagerten Industrien. Die Branche wirkt so als Innovationsmotor. Moderne, energiesparende Produktionsverfahren und Produktinnovationen erhöhen darüber hinaus die Wettbewerbsfähigkeit. Innerhalb der Wertschöpfungskette „Bau“ ist die Baustoff- und Rohstoffindustrie der mit Abstand forschungs- und innovationsstärkste Bereich. Mit ihren Investitionen in Forschung und Entwicklung liegt sie direkt hinter stark international ausgerichteten Branchen wie der Elektro-, Fahrzeug- und Chemieindustrie.