Auf dieser Seite informieren wir Sie regelmäßig und aktuell über die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf die Bau- und Rohstoffindustrie und auf Ihre Geschäftstätigkeit.


20.01.2021: Corona: Bund-Länder-Beschluss vom 19. Januar 2021 - Erste Informationen zum Thema "Homeoffice" und Arbeitsschutz

Hier finden Sie die Ergebnisse der Videoschaltkonferenz der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder am 19. Januar 2021.

Ergebnisse der Videoschaltkonferenz (PDF)

18.01.2021: Neue Corona-Einreiseverordnung Bund zum 14. Januar 2021

Sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene hat es Änderungen an den Einreiseregelungen für Ein- und Rückreisende aus ausländischen Risikogebieten gegeben.

Neue Corona-Einreiseverordnung Bund

Das Bundeskabinett hat eine neue Corona-Einreiseverordnung beschlossen. Mit der Verordnung werden ergänzend zu den Einreise-Regelungen der Länder bundesweit einheitliche Anmelde-, Test- und Nachweispflichten für Einreisende aus Risikogebieten geregelt. Neben diesen allgemeinen Pflichten sieht die Verordnung für Einreisen aus bestimmten Risikogebieten (sog. Hochinzidenzgebiete und Virusvarianten-Gebiete) strengere Sonderregelungen vor. Das RKI weist dazu bereits heute auf der Webseite sog. Virusvarianten-Gebiete aus. Zeitnah soll auch eine offizielle Ausweisung sog. Hochinzidenzgebiete durch das RKI ebenda erfolgen.

Die neue Verordnung führt Regelungen aus bisherigen Verordnungen und Anordnungen des Bundes zusammen und entwickelt diese weiter. Zusätzlich sind Pflichten für Beförderer und Mobilfunknetzbetreibern im Zusammenhang mit der Einreise nach Deutschland vorgesehen.

Die Verordnung ist am 14. Januar 2021 in Kraft getreten und gilt befristet bis zur Aufhebung der Feststellung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite durch den Deutschen Bundestag, ansonsten spätestens bis zum 31. März 2021.

Wesentliche Neuregelungen der Corona-Einreiseverordnung Bund:

  • § 1 „Anmeldepflicht“: Einreisende, die sich in den letzten zehn Tagen vor Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten haben, müssen eine digitale Einreiseanmeldung unter www.einreiseanmeldung.de vornehmen (alternativ eine Ersatzmitteilung ausfüllen, Abs. 2 – Muster in der Verordnung) und die Bestätigung der Anmeldung mitführen (Abs. 3).
  • § 2 „Ausnahmen von der Anmeldepflicht“: Ausnahmen von der Anmeldepflicht bestehen u. a. für Personen, die ein Risikogebiet lediglich durchreisten oder die nur zur Durchreise nach Deutschland einreisen (Abs. 1 Nrn. 1 + 2). Auch Personen, die sich im Rahmen von Grenzverkehr weniger als 24 Stunden in einem Risikogebiet aufgehalten haben oder die nur für bis zu 24 Stunden in die Bundesrepublik einreisen (Abs. 1 Nr. 3) sowie Personen, die beruflich bedingt grenzüberschreitend Personen, Waren oder Güter auf der Straße, der Schiene, per Schiff oder per Flugzeug transportieren (Abs. 1 Nr. 4), unterfallen einer Ausnahmeregelung.

Für Einreisende aus Gebieten, in denen bestimmte Varianten des Coronavirus verbreitet auftreten (Virusvarianten-Gebieten) gelten keine Ausnahmen von der Anmeldepflicht (Abs. 4). Einreisende aus einem Risikogebiet mit einer besonders hohen Inzidenz (sog. Hochinzidenzgebiet, § 3 Abs. 2 Nr. 1) unterfallen nicht der Ausnahme nach Abs. 1 Nr. 4; d. h. Personen, die beruflich bedingt grenzüberschreitend Personen, Waren oder Güter transportieren und sich in einem Hochinzidenzgebiet aufgehalten haben, müssen die digitale Einreiseanmeldung durchführen (Abs. 3).

  • § 3 „Test- und Nachweispflicht“: Einreisende aus Risikogebieten müssen spätestens 48 Stunden nach ihrer Einreise über einen Nachweis (ärztliches Zeugnis oder Testergebnis, vgl. Abs.3) über das Nichtvorliegen einer Infektion mit dem Coronavirus verfügen (Abs. 1 S. 1). Für Personen, die zum Zweck einer Arbeitsaufnahme einreisen, kann auch der Arbeitgeber oder ein sonstiger Dritter diesen Nachweis erbringen (Abs. 1 S. 3). Es handelt sich dabei um eine zusätzliche Möglichkeit, nicht um eine Verpflichtung ggü. dem Arbeitgeber.

Einreisende aus Virusvarianten-Gebieten oder aus Hochinzidenzgebiet müssen einen Nachweis über das Nichtvorliegen einer Infektion bereits bei Einreise mit sich führen und auf Anforderung vorlegen (Abs. 2). Nach Landesrecht angeordnete Verpflichtungen zur Absonderung nach Einreise aus einem Risikogebiet bleiben ausdrücklich unberührt (Abs. 4).

  • § 4 „Ausnahmen von der Test- und Nachweispflicht“: Ausnahmen von der Test- und Nachweispflicht bestehen für Personen, die einer Ausnahme von der Anmeldepflicht unterfallen und für Personen, die sich weniger als 72 Stunden im Bundesgebiet aufhalten z. B. für Verwandtenbesuche, Besuche eines Ehepartners oder Lebensgefährten oder aufgrund eines geteilten Sorgerechts. Auch für bestimmte berufliche Tätigkeiten, die z. B. für die Aufrechterhaltung des Gesundheitswesens unabdingbar sind, bestehen Ausnahmeregelungen. Grenzgänger und Grenzpendler unterfallen ebenfalls einer Ausnahme von der Test- und Nachweispflicht (Abs. 1 S. 1 Nr. 3).

Für Einreisende aus Hochinzidenzgebieten sind Ausnahmen unter bestimmten Voraussetzungen vorgesehen (Abs. 2, u. a. unter bestimmten Voraussetzungen für Personen, die beruflich bedingt Personen, Waren oder Güter transportieren), für Einreisende aus einem Virusvariantengebiet gelten keine Ausnahmen.

  • Beförderer treffen nach § 6 Informations- und Kontrollpflichten. Mobilfunknetzbetreiber werden nach § 8 ab 1. März verpflichtet, Einreisende mittels einer Kurznachricht der Bundesregierung über die geltenden Einreise- und Infektionsschutzbestimmungen in Deutschland zu informieren.

Corona-Einreiseverordnung Bund (PDF)

18.01.2021: Aktualisierung FAQ-Papiers der BDA zum Kurzarbeitergeld

Hier finden Sie die aktualisierte Fassung des FAQ-Papier zum Kurzarbeitergeld.

Die FAQ–Kurzarbeitergeld beantworten praxisrelevante Fragen zur Kurzarbeit und zum Kurzarbeitergeld. Es berücksichtigt auch die Klarstellung Bundesagentur für Arbeit zu Erholungsurlaub und Kurzarbeit, sowie eine Präzisierung zum Thema "Entschädigungsanspruch aus § 56 IfSG".

FAQ–Kurzarbeitergeld (PDF)

08.01.2021: Positionspapier der BDA zu aktuellen Fragen zur Corona-Pandemie

In einem Positionspapier hat der BDA aktuellen Fragen zur Corona-Pandemie zusammengefasst.

Neue Maßnahmen aufgrund der Beschlüsse von Bund und Ländern zur Eindämmung der Corona-Pandemie sowie der Beginn der Corona-Impfungen führen nach wie vor zu zahlreichen Fragen für die arbeitsrechtliche Praxis.

Die Antworten und Einschätzungen der BDA sind in dem Positionspapier zusammengefasst. Dort werden auch Ausführungen zu Fragen gemacht, die im vergangenen Jahr an die BDA herangetragen wurden.

Anlage 1, PDF

Anlage 2, PDF

07.01.2021: Kurzarbeit: aktualisierte FAQ der BDA zum Kurzarbeitergeld

Anlässlich von Aktualisierungen und Korrekturen, insbesondere bei den Themen „Erholungsurlaub“, „Weihnachts- und Urlaubsgeld“ sowie „Weiterbildung“ hat die BDA ihre FAQ angepasst.

Das Papier ist weiterhin auf der Webseite der BDA unter https://arbeitgeber.de/covid-19/ veröffentlicht. Eine Übersicht über die Neuerung finden Sie in der hier. Die Änderungen sind gelb markiert.

FAQ-Kurzarbeit (PDF)

21.12.2020: GKV-Spitzenverband: Stundung der Gesamtsozialversicherungsbeiträge

In seinem Rundschreiben vom 17.12.2020 hat der GKV-Spitzenverband darüber informiert, dass die Stundung der Gesamtsozialversicherungsbeiträge auch weiterhin - aufgrund des Lockdowns - möglich ist. Nachfolgend finden Sie das Rundschreiben sowie den Antrag.

Rundschreiben Stundung der Gesamtsozialversicherungsbeiträge (PDF)

Antrag auf Stundung der Gesamtsozialversicherungsbeiträge (WORD)

30.11.2020: Corona: Erste Informationen zur Dezemberhilfe und Überbrückungshilfe III

Aktuell hat die Bundesregierung erste Informationen zur Verlängerung der Novemberhilfe im Rahmen einer Dezemberhilfe sowie Verlängerung und Ausweitung der Überbrückungshilfe bis Ende Juni 2021 zur Überbrückungshilfe III bekannt gegeben.

Dezemberhilfe im Überblick:

  • Antragsberechtigt sind direkt von den temporären Schließungen betroffene Unternehmen, indirekt betroffene und mittelbar indirekt betroffene Unternehmen entsprechend den Regelungen der Novemberhilfe.
  • Mit der Dezemberhilfe werden im Grundsatz erneut Zuschüsse von bis zu 75 Prozent des Umsatzes aus Dezember 2019 anteilig für die Anzahl an Tagen der Schließung im Dezember 2020 gewährt. Das europäische Beihilferecht erlaubt eine Förderung von derzeit insgesamt bis zu einer Million Euro ohne konkrete Nachweise eines Schadens. Soweit es der beihilferechtliche Spielraum der betroffenen Unternehmen angesichts schon bislang gewährter Beihilfen zulässt, wird für die allermeisten Unternehmen der Zuschuss in Höhe von bis zu 75 Prozent des Umsatzes des Vorjahresmonats auf dieser Grundlage gezahlt werden können. Zuschüsse zwischen einer und vier Millionen Euro nach der Bundesregelung Fixkostenhilfe wurden von Brüssel genehmigt. Die Bundesregierung wird sich zudem im Gespräch mit der Europäischen Kommission dafür einsetzen, dass die Höchstbeträge für Kleinbeihilfen und Fixkosten des Temporary Framework deutlich erhöht werden. Für Zuschüsse von über 4 Millionen Euro sind weitere Abstimmungen mit der Europäischen Kommission nötig, um eine gesonderte Genehmigung auf Basis des Schadensausgleichs des EU-Beihilferechts zu erreichen.
  • Die Antragstellung wird aktuell vorbereitet. Eine genauere zeitliche Aussage ist derzeit noch nicht möglich. Die Antragstellung wird aber wieder über die IT-Plattform der Überbrückungshilfe (www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de) erfolgen können. Der Antrag wird wie bei der Novemberhilfe über Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder andere Dritte erfolgen. Soloselbstständige, die nicht mehr als 5.000 Euro Förderung beantragen, können die Anträge mit ihrem ELSTER-Zertifikat direkt stellen.

Überbrückungshilfe III im Überblick:

  • November- und Dezember-Fenster“ in der Überbrückungshilfe: Erweiterung des Zugangs zu den Überbrückungshilfen für die Monate November bzw. Dezember 2020 auch für Unternehmen, die im Vergleich zum jeweiligen Vorjahresmonat einen Umsatzeinbruch von mindestens 40 Prozent erlitten haben und keinen Zugang zur Novemberhilfe und/oder Dezemberhilfe hatten. So wird weiteren Unternehmen geholfen, die von den Schließungsmaßnahmen im November und Dezember 2020 hart getroffen wurden, ohne von der November- und/oder Dezemberhilfe erfasst zu sein. Im Übrigen bleibt es bei der Zugangsschwelle von 50 Prozent Umsatzrückgang für zwei aufeinanderfolgende Monate bzw. 30 Prozent seit April 2020.
  • Erhöhung des Förderhöchstbetrags pro Monat von bisher 50.000 Euro auf 200.000 Euro und Ausweitung der Antragsberechtigung durch den Wegfall der Beschränkung auf kleine und mittlere Unternehmen. Nunmehr sind alle Unternehmen bis maximal 500 Millionen Euro Jahresumsatz in Deutschland antragsberechtigt.
  • Die Situation von Soloselbständigen wird besonders berücksichtigt. Da sie meist nur geringe Fixkosten nach dem Kostenkatalog – wie Mieten oder Leasingkosten – nachweisen können und daher von der Überbrückungshilfe bisher wenig profitierten, können sie alternativ zum Einzelnachweis der Fixkosten künftig eine einmalige Betriebskostenpauschale in Höhe von 25 Prozent des Vergleichsumsatzes in Ansatz bringen – die „Neustarthilfe“. So erhalten sie einen einmaligen Betrag von bis zu 5.000 Euro als Zuschuss.
  • Der Katalog erstattungsfähiger Kosten wird erweitert um bauliche Modernisierungs-, Renovierungs- oder Umbaumaßnahmen für Hygienemaßnahmen bis zu 20.000 Euro. Damit wird Unternehmen geholfen, die Anstrengungen unternehmen, um die Hygieneanforderungen zu erfüllen. Außerdem sind Marketing- und Werbekosten maximal in Höhe der entsprechenden Ausgaben im Jahre 2019 förderfähig.
  • Abschreibungen von Wirtschaftsgütern werden bis zu 50 Prozent als förderfähige Kosten anerkannt. So kann etwa ein Schausteller, der ein Karussell gekauft hat und per Kredit oder aus dem Eigenkapital finanziert hat, die Hälfte der monatlichen Abschreibung als Kosten in Ansatz bringen.
  • Die branchenspezifische Fixkostenregelung für die Reisebranche wird erweitert. Das Ausbleiben oder die Rückzahlung von Provisionen von Reisebüros bzw. vergleichbaren Margen von Reiseveranstaltern wegen Corona-bedingter Stornierungen und Absagen bleiben förderfähig. Die vorherige Begrenzung auf Pauschalreisen wird aufgehoben. Auch kurzfristige Buchungen werden berücksichtigt. Außerdem sind für die Reisewirtschaft zusätzlich zu der Förderung von Provisionen oder Margen im ersten Halbjahr 2021 auch externe sowie durch eine erhöhte Personalkostenpauschale abgebildete interne Ausfallkosten für den Zeitraum März bis Dezember 2020 förderfähig.
  • Unternehmen der Veranstaltungs- und Kulturbranche können für den Zeitraum März bis Dezember 2020 Ausfallkosten geltend machen. Dabei sind sowohl interne als auch externe Ausfallkosten förderfähig.
  • Mit einem Sonderfonds für die Kulturbranche sollen unter anderem Bonuszahlungen für Kulturveranstaltungen ermöglicht und das Risiko von Veranstaltungsplanungen in der unsicheren Zeit der Pandemie abgefedert werden. Zu den Details laufen derzeit noch die Arbeiten.
  • Soloselbständige sind künftig bis zu einem Betrag von 5.000 Euro unter besonderen Identifizierungspflichten direkt antragsberechtigt (also auch ohne Einschaltung z. B. von Steuerberater).

Hier finden Sie eine grafische Übersicht des Bundesfinanzministeriums (PDF) zu den verschiedenen Hilfen.

29.10.2020: FAQ-Papier zum Thema Kurzarbeit (Stand 28. Oktober 2020)

Die BDA hat ein FAQ-Papier zum Thema Kurzarbeit veröffentlicht.

Am 11. März 2020 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Ausbruch des Coronavirus als Pandemie eingestuft. Das wirtschaftliche Leben ist in Deutschland immer noch sehr eingeschränkt. Unternehmen können aufgrund von Schutzmaßnahmen ihren Betrieb nur unter Auflagen weiterführen oder müssen ihren Betrieb phasenweise vollständig einstellen. Die rechtlichen Rahmenbedingungen für Kurzarbeit und das Kurzarbeitergeld (Kug) wurden im Zuge der Corona-Pandemie im Eilverfahren in mehreren Gesetzespaketen angepasst. In diesem Zusammenhang stellen sich viele rechtliche und praktische Fragen, die dieses FAQ-Papier beantwortet. Der Fokus liegt auf den Fragen, die sich im Zusammenhang mit den Neuregelungen stellen. Zu weiteren Fragen hat die Bundesagentur für Arbeit (BA) umfangreiche FAQ veröffentlicht, die regelmäßig aktualisiert werden.

FAQ-Papier der BDA (PDF)

29.10.2020: Corona - Beschluss der Bundeskanzlerin und Länder zur Bekämpfung der SARS-Cov2-Pandemie

Am 28.Oktober 2020 haben die Bundeskanzlerin und die Regierungschefs der Länder mit dem anliegenden Beschluss neue Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie beschlossen.

Diese zusätzlichen Maßnahmen sollen am 2. November in Kraft treten und werden bis Ende November befristet. Sie bedürfen der Umsetzung in den Bundesländern. Thüringen hat bereits einen Parlamentsvorbehalt eingebracht.

Nach Ablauf von zwei Wochen sollen neue Beratungen stattfinden, um die erreichten Ziele zu beurteilen und notwendige Anpassungen vorzunehmen.

  1. Der Beschluss umfasst in einigen Punkten arbeitsrechtliche Fragestellungen, worauf die BDA hinweist. Das beinhaltet folgende Maßnahmen:
  • Arbeitgeber müssen angesichts der gestiegenen Infektionszahlen auf Grundlage einer angepassten Gefährdungsbeurteilung sowie der betrieblichen Pandemieplanung ihr Hygienekonzept nochmals anpassen.
  • Nicht erforderliche Kontakte in der Belegschaft und zu Kunden sind zu vermeiden.
  • Arbeitgeber werden aufgefordert, wo immer dies umsetzbar ist, "Heimarbeit" oder das mobile Arbeiten zu Hause zu ermöglichen.
  • Identifikationsketten im Betrieb sind schnell zu identifizieren.
  1. Darüber hinaus gelten ab dem 2. November im Wesentlichen folgende Maßnahmen:
  • Finanzielle Entschädigung für die von der temporären Schließung betroffenen Unternehmen.
  • Verlängerung der bestehenden Hilfsmaßnahmen für Unternehmen.
  • Gastronomiebetriebe werden geschlossen. Dazu gehören auch Bars und ähnliche Einrichtungen. Davon ausgenommen sind Kantinen sowie die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen.
  • Übernachtungsangebote werden nur noch für notwendige und ausdrücklich nicht touristische Zwecke zur Verfügung gestellt.
  • Der Einzelhandel bleibt geöffnet. Es ist sicherzustellen, dass sich in den Geschäften nicht mehr als ein Kunde pro 10 qm Verkaufsfläche aufhält.
  • Der Aufenthalt in der Öffentlichkeit ist nur mit Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstands gestattet.
  • Auf private Reisen und Besuche sollte verzichtet werden.
  • Einrichtungen, die der Freizeitgestaltung zuzuordnen sind, werden geschlossen. Dazu gehören z. B. Theater sowie Schwimmbäder und Fitnessstudios.
  • Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen, werden untersagt.
  • Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege werden geschlossen. Das gilt nicht für medizinisch notwendige Behandlungen und Friseurbetriebe.
  • Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen bleiben geöffnet.
  • Besondere Schutzmaßnahmen für Krankenhäuser, Pflegeheime und Senioren- und Behinderteneinrichtungen, wie z. B. regelmäßige Testungen von Bewohnern bzw. Patienten, deren Besucher und das Personal.

Beschluss neue Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie (PDF)

27.10.2020: Aktualisiertes Anwendungsschreiben des BMF zur Steuerbefreiung für Beihilfen und Unterstützungen sowie zu Zuschüssen zum Kurzarbeitergeld

Anfang April hat das Bundesfinanzministerium (BMF) ein Schreiben veröffentlicht, in dem es um die Abmilderung der Belastungen durch die Corona-Krise für Arbeitnehmer geht. Aktuell wurde das Anwendungsschreiben durch eine überarbeitete Fassung ersetzt (Anlage 1).

Das neue BMF-Schreiben beinhaltet folgende Änderungen zur Vorversion:

Streichung der Verweise auf den R3.11 der Lohnsteuer-Richtlinie. Stattdessen wird auf den, in der Zwischenzeit vom Bundestag beschlossenen, § 3 Nr. 11a EStG verwiesen. Ergänzung, dass der § 3 Nr. 11a EStG „lex specialis“ ist und damit Vorrang gegenüber dem § 3 Nr. 11 EStG hat. Klarstellung, dass arbeitgeberseitig geleistete Zuschüsse zum Kurzarbeitergeld (Kug) gemäß des § 3 Nr. 28a EStG steuerlich begünstigt sind und damit nicht grundsätzlich unter die Steuerbefreiung des §3 Nr. 11a EStG fallen. Klarstellung, dass Zuschüsse, die der Arbeitgeber als Ausgleich zum Kug wegen Überschreitens der Beitragsbemessungsgrenze leistet, auch nicht unter die Steuerbefreiung der § 3 Nr. 11 und Nr. 11a EStG fallen. Weitere Hinweise zur „Corona-Prämie“ finden Sie unter dem Punkt VII. des „FAQ Corona“ des BMF (Anlage 2)

Anlage 1 (PDF)

Anlage 2 (PDF)

20.10.2020: Corona: Zweite Kurzarbeitergeldbezugsdauerverordnung im Bundesgesetzblatt veröffentlicht

Hier finden Sie die zweite Kurzarbeitergeldbezugsdauerverordnung, die am 20.10.2020 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht wurde.

Zweite Kurzarbeitergeldbezugsdauerverordnung (PDF)

19.10.2020: Corona-Pandemie: Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) ermöglicht erneut telefonische Krankschreibung

In einer Pressemitteilung informiert der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) am 15. Oktober 2020 darüber, dass erneut telefonische Krankschreibung möglich ist.

Hier finden Sie die Meldung im Wortlaut:

Angesichts bundesweit wieder steigender COVID-19-Infektionszahlen kurz vor Beginn der Erkältungs- und Grippesaison hat sich der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) erneut auf eine Sonderregelung zur telefonischen Krankschreibung verständigt. Befristet vom 19. Oktober 2020 vorerst bis 31. Dezember 2020 können Patientinnen und Patienten, die an leichten Atemwegserkrankungen lei-den, telefonisch bis zu 7 Kalendertage krankgeschrieben werden. Die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte müssen sich dabei persönlich vom Zustand der Patientin oder des Patienten durch eine eingehende telefonische Befragung überzeugen. Eine einmalige Verlängerung der Krankschreibung kann telefonisch für weitere 7 Kalendertage ausgestellt werden.

„Wir haben aktuell eine sich beschleunigende Infektionsdynamik mit dem COVID-19-Virus, zeitgleich aber auch vermehrt grippale Infekte. Diese parallele Entwicklung ist besorgniserregend. Wir müssen sie unbedingt unterbrechen, ohne dass die Versorgung der Patientinnen und Patienten darunter leidet. Hier brauchen wir eine bundesweite robuste Lösung, um Vertrauen aufzubauen. Klar ist: Wir erleben eine erschreckende Entwicklung der Neuinfektionen. Wenn wir in dieser ernsten Situation eines nicht brauchen, sind es volle Wartezimmer. Denn allein durch mögliche Kontakte auf dem Weg in die Praxis oder beim Warten in geschlossenen Räumen steigt das Risiko, sich anzustecken. Mit der Krankschreibung per Telefon gibt es für Menschen mit leichten Atemwegserkrankungen eine gute Alternative zum Praxisbesuch. Die Erfahrungen aus dem Frühjahr mit der Krankschreibung per Telefon haben gezeigt, wie umsichtig Versicherte damit umgehen. Von der räumlichen Trennung der Fälle werden vor allem auch viele ältere und multimorbide Risikopatienten ohne Atemwegsprobleme profitieren: Ihnen wollen wir die Angst nehmen. Sie können notwendige Arztbesuche und Behandlungen trotz eines aktiven Pandemiegeschehens nutzen, ohne sich einer erhöhten Ansteckungsgefahr auszusetzen oder Krankheiten zu verschleppen. Und diesen älteren und kranken Risikopatientinnen und Risikopatienten können wir nicht zumuten, täglich die 7-Tage-Inzidenz zu überprüfen, um eine Entscheidung über einen Arztbesuch zu treffen. Hier würden regional unterschiedliche Regelungen nur Verunsicherung schaffen. Als Verantwortliche in der Gesundheitsversorgung müssen wir uns daran messen lassen, wie wir jene Menschen schützen, die besonders hilfebedürftig sind. Das muss der Gradmesser unseres Handelns sein, natürlich auch in der Pandemie“, erläutert Prof. Josef Hecken, unparteiischer Vorsitzender des G-BA. „Durch die zeitlich befristete Regelung, erst einmal bis zum Jahresende, berücksichtigen wir zudem die dynamische Entwicklung der Pandemie. Der G-BA wird rechtzeitig vor dem Auslaufen über eine Anpassung der zeitlichen Befristung beraten. Wie schnell Entscheidungen im Pandemiefall überholt sein können und an-gepasst werden müssen, haben wir alle in diesem Jahr gelernt.“ Unabhängig von der Ausnahmeregelung zur telefonischen Krankschreibung sollten Versicherte bei typischen COVID-19-Symptomen, nach Kontakt zu COVID-19-Patienten und bei unklaren Symptomen von Infektionen der oberen Atemwege vor dem Arztbesuch telefonisch Kontakt zur Praxis aufnehmen und das weitere Vorgehen besprechen. Der Beschluss zur bundesweiten Sonderregelung der Feststellung der Arbeitsunfähigkeit tritt nach Nichtbeanstandung durch das Bundesministerium für Gesundheit und Veröffentlichung im Bundesanzeiger mit Wirkung vom 19. Oktober in Kraft.

Sämtliche vom G-BA beschlossenen befristeten Sonderregelungen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie sind auf der Website des G-BA unter folgendem Link zu finden:www.g-ba.de/sonderregelungen-corona

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) ist das oberste Beschlussgremium der gemein-samen Selbstverwaltung der Ärztinnen und Ärzte, Zahnärztinnen und Zahnärzte, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, Krankenhäuser und Krankenkassen in Deutschland. Er bestimmt in Form von Richtlinien den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für etwa 73 Millionen Versicherte. Der G-BA legt fest, welche Leistungen der medizinischen Versorgung von der GKV übernommen werden. Rechtsgrundlage für die Arbeit des G-BA ist das Fünfte Buch des Sozialgesetzbuches (SGB V). Entsprechend der Patientenbeteiligungs-verordnung nehmen Patientenvertreterinnen und Patientenvertreter an den Beratungen des G-BA mitberatend teil und haben ein Antragsrecht. Den gesundheitspolitischen Rahmen der medizinischen Versorgung in Deutschland gibt das Parlament durch Gesetze vor. Aufgabe des G-BA ist es, innerhalb dieses Rahmens einheitliche Vorgaben für die konkrete Umsetzung in der Praxis zu beschließen. Die von ihm beschlossenen Richtlinien haben den Charakter untergesetzlicher Normen und sind für alle Akteure der GKV bindend.

Bei seinen Entscheidungen berücksichtigt der G-BA den allgemein anerkannten Stand der medizinischen Erkenntnisse und untersucht den diagnostischen oder therapeutischen Nutzen, die medizinische Notwendigkeit und die Wirtschaftlichkeit einer Leistung aus dem Pflichtkatalog der Krankenkassen. Zudem hat der G-BA weitere wichtige Aufgaben im Bereich des Qualitätsmanagements und der Qualitätssicherung in der ambulanten und stationären Versorgung

14.07.2020: Kurzfakten zum Programmstart der Corona-Überbrückungshilfen für kleine und mittelständische Unternehmen

Hier finden Sie ein Schreiben des Bundesminiterium für Wirtschaft und Energie mit Kurzfakten zum Programmstart der Corona-Überbrückungshilfen für kleine und mittelständische Unternehmen (PDF) sowie eine Übersicht als Piktogramm (PDF).

05.06.2020: Energiepolitische Maßnahmen des Corona-Konjunkturprogramms

Die Regierungsparteien CDU, CSU und SPD haben sich am 3. Juni 2020 auf ein Konjunkturpaket als Reaktion auf die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie verständigt. Dieses umfasst rund 60 Maßnahmen und legt den Schwerpunkt auf Entlastungen für Wirtschaft, Bürger, Familien, Länder und Kommunen. Gleichzeitig sollen Investitionen in CO2-arme Zukunftstechnologien und Digitalisierung gestärkt werden.

Maßnahmen im Überblick (PDF)

Konjunkturpaket (PDF)

06.05.2020: Angebote und Services der VBG während der Coronavirus-Pandemie

Die Bundesregierung hat am 16. April 2020 den verbindlichen Arbeitsschutzstandard SARS- CoV-2 für die Zeit der Coronavirus-Pandemie veröffentlicht. Die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft Körperschaft des öffentlichen Rechts (VBG) unterstützt ihre Mitgliedsunternehmen bei der Umsetzung mit Informationen zu Verantwortlichkeiten, Pflichten und Verhaltensweisen sowie Hinweisen zu konkreten Maßnahmen.

Information der VBG (PDF)

06.05.2020: Coronavirus / EID-Positionspapier zur Energie- und Klimapolitik

Die Corona-Pandemie stellt Wirtschaft und Industrie vor nachhaltige Herausforderungen. Gleichzeitig steht nach wie vor auch der Klimaschutz im Fokus deutscher und europäischer Politik. Über den bbs haben wir den Entwurf eines EID-Positionspapieres erhalten, das noch einmal wichtige Entlastungen zum Beispiel beim geplanten Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) oder beim Kohleausstiegsgesetz thematisiert. Diese Entlastungsregelungen gewinnen in der aktuellen Lage weiter an Dringlichkeit.

Positionspapier (PDF)

06.05.2020: ZDB-Umfrage zu Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Bau

Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) hat unter seinen Mitgliedern eine Umfrage zu den geschäftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie durchgeführt. Das Umfrageergebnis haben wir über unseren Dachverband bbs erhalten. Danach spüren die 2.600 antwortenden meist kleineren Unternehmen demnach bislang zwar nur geringe Störungen des Baustellenbetriebs. Allerdings sind jeweils um die 60% bereits u.a. von Auftragsstornierungen und Schwierigkeiten bei Materiallieferungen betroffen.

Einzelheiten dazu finden Sie hier:

ZDB-Rundschreiben (PDF)

Grafische Auswertung (PDF)

29.04.2020: Bauwirtschaft und Corona

Über den BTB haben wir verschiedene Publikationen erhalten, die über die aktuellen Auswirkungen des Coronavirus auf die Bautätigkeit unterrichten:

  • Konjunkturelle Auswirkungen des Coronavirus auf die deutsche Bauwirtschaft,
  • Baukonjunkturelle Lage: Baujahr 2020 im Zeichen von Corona
  • Umsatzprognose des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie e. V. (HDB)
  • bbs-Umfrage: Wirtschaftliche Situation der Baustoff-, Steine-Erden-Industrie angesichts der Covid19-Pandemie

Der BTB hat die wichtigsten Erkenntnisse wie folgt zusammengefasst:

  • Die Auswirkungen des Coronavirus auf die Bauindustrie sind spürbar, das Ausmaß ist aber noch vergleichsweise gering.
  • Im April 2019 haben 19 % der befragten Bauunternehmen (ifo-Sonderumfrage) von Auftragsstornierungen innerhalb der letzten sechs Monate berichtet (Vorjahreswerte: 9 % in 2019 und 8 % in 2018).
  • Die größten Gefahren sieht die Bauindustrie in einer möglichen Hemmung der Produktion von Baustoffen und Baumaterialien, in Erkrankungen in den Baubelegschaften und in behördlichen Maßnahmen. Die Eintrittswahrscheinlichkeiten sind jeweils ungewiss, das Mögliche Risiko aber immens.
  • Eine belastbare Prognose ist derzeit nicht möglich. In einer aktuellen Umsatzprognose (siehe Anlage 3) geht die Bauindustrie in Form einer vorsichtigen „Trendaussage“ von einem inflationsbereinigten Rückgang des Umsatzes in Höhe von 3,0 % in 2020 aus. Ein Wachstum für 2020 wird mittlerweile ausgeschlossen.
  • Davon abweichend sind die befragten Bauunternehmen pessimistischer. Sie gehen von einem Umsatzrückgang in Höhe von 11 % (HDB-Schnellumfrage) bzw. zwischen 10 und 25 % (ifo-Sonderumfrage) aus.
  • In Ihrem Frühjahresgutachten (Stand: 8. April 2020) prognostizieren die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute einen Rückgang des Bruttoinlandsproduktes in 2020 um 4,2 %. Der private Konsum soll demnach um 5,7 %, die Ausrüstungsinvestitionen um 8,9 % und der Export um 10,9 % ab-nehmen. Erfreulich: Die Bauinvestitionen sollen lediglich stagnieren (-0,2 %; alle Werte inflationsbereinigt).“

Weitere Informationen finden Sie hier:

Konjunkturelle Auswirkungen (PDF)

Baukonjunkturelle Lage (PDF)

Umsatzprognose (PDF)

29.04.2020: Bundesfinanzministerium aktualisiert FAQs zu den steuerlichen Maßnahmen und veröffentlicht Schreiben zur Verlustverrechnung

Das Bundesfinanzministerium hat den Katalog von Fragen und Antworten (FAQs) (PDF) zu steuerlichen Maßnahmen in der Corona-Krise aktualisiert.

In einem Rundschreiben weist der bbs auf folgende Punkte besonders hin:

  • „Möglichkeit der Beantragung einer Steuererstattung im Wege eines vorweg-genommenen, pauschal ermittelten Verlustrücktrags (Punkt II. Nr. 8).
  • Beantragung einer Verlängerung für die Frist zur Abgabe der Lohnsteuer-Anmeldung (Punkt VI. Nr. 3).
  • Erleichterungen bei geringfügig entlohnten Beschäftigten (Punkt VI. Nr. 8).
  • Zuschüsse für die Unterbringung und Verpflegung ausländischer Grenz-pendler (Punkt VI. Nr. 9).
  • Regelungen der steuerrechtlichen Konsequenzen für Grenzgänger, insbesondere auch mit Hinweisen für Frankreich und die Schweiz (Abschnitt VII.).
  • Maßnahmen im Gemeinnützigkeitssektor und für gesellschaftliches Engagement in der Corona-Krise (Abschnitt IX.)“

Weiteren Einzelheiten entnehmen Sie bitte dem beigefügten Katalog.

Zur Beantragung der pauschalisierten Herabsetzung bereits geleisteter Vorauszahlungen für 2019 (Verlustverrechnung) hat das BMF am 24. April ein detailliertes Schreiben veröffentlicht. Zu Einzelheiten verweisen wir auf das BMF-Schreiben (PDF).

29.04.2020: Entwurf Planungssicherstellungsgesetz

Aufgrund zahlreicher Hinweise unserer Mitgliedsunternehmen, hatten wir mit unseren Dachverbänden und den Spitzenverbänden gemeinsam Vorschläge erarbeitet, um die Durchführung von Planungsverfahren auch in der Zeit von Kontaktbeschränkungen zu ermöglichen.

Die Forderungen enthielten eine Suspendierung der Pflicht zur physischen Auslegung von Antragsunterlagen und zur Durchführung von Erörterungsterminen, die Möglichkeit der öffentlichen Bekanntmachungen durch Veröffentlichung im Internet und die Aussetzung der Möglichkeit, Einwendungen auch zur Niederschrift bei der Behörde zu erheben.

Den Forderungen wurde durch den vorliegenden Gesetzesentwurf größtenteils entsprochen.

Zu der Durchführung von Erörterungsterminen mittels Onlinekonsultation formuliert der Entwurf bspw. wie folgt:

"Ist in Verfahren nach den in § 1 genannten Gesetzen die Durchführung eines Erörterungstermins oder einer mündlichen Verhandlung angeordnet, auf die nach den dafür geltenden Vorschriften nicht verzichtet werden kann, genügt eine Online-Konsultation, wenn die zuständige Behörde festgestellt hat, dass der Erörterungstermin oder die mündliche Verhandlung bis zum 31. März 2021 nicht oder nur unter unzumutbaren Bedingungen durchgeführt werden könnte."

Die Reglungen des Entwurfs gelten u. a. für das Gesetz zur Umweltverträglichkeitsprüfung, das Bundesimmissionsschutzgesetz, das Raumordnungsgesetz, das Wasserhaushaltsgesetz und das Bundesberggesetz. Die Regelungen des Gesetzes sollen immer dann anwendbar sein, wenn die jeweilige Auslegungs-, Bekanntmachungs-, Erklärungsfrist spätestens mit Ablauf des 31. März 2021 endet.

Wir gehen davon aus, dass das Gesetz in Kürze in Kraft treten wird und werden ein entsprechendes Update auf unserer Corona-Homepage ergänzen.

Den konkreten Wortlaut der einzelnen Regelungen finden Sie in dem beigefügten Gesetzesentwurf.

Planungssicherstellungsgesetz (PDF)

28.04.2020: bbs-Umfrageergebnisse / Wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Steine-Erden-Industrie

Der Dachverband bbs hat die Ergebnisse der kürzlich durgeführten Umfrage zu den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Baustoff-, Steine-Erden-Industrie zusammengefasst und bewertet. Danach ist die Branche im Vergleich zu anderen Industrien aufgrund des überwiegend weiterhin laufenden Baustellenbetriebs bislang nur moderat betroffen.

Weitere Einzelheiten finden Sie hier:

bbs-Rundschreiben (PDF)

Tabelle (PDF)

28.04.2020: Coronavirus / EEG und Besondere Ausgleichsregelung

Aufgrund einer geplanten gesetzlichen Übergangsregelung für die Antragstellung zur Besonderen Ausgleichsregelung des EEG sollen nach Informationen des bbs verschiedene Antragsunterlagen für das Begrenzungsjahr 2021 in diesem Jahr einmalig auch nach dem 30. Juni 2020 eingereicht werden können. Das Wirtschaftsprüfer-Testat sowie das Zertifikat des Energiemanagementsystems müssen jedoch spätestens zum 30. November 2020 vorgelegt werden.

Weitere Einzelheiten finden Sie hier:

bbs-Rundschreiben (PDF)

Gesetzesbegründung (PDF)

23.04.2020: Ergebnisse Koalitionsausschuss (22. April 2020)

Deutschland hat die COVID19-Pandemie durch einschneidende Beschränkungen erfolgreich gebremst. Dies hat erhebliche wirtschaftliche und soziale Folgen. Trotzdem können wir nur in kleinen Schritten die Beschränkungen wieder lockern, weil das Virus weiter breit in Deutschland vorhanden ist und wir die Erfolge nicht durch eine erneute exponentielle Infektionswelle gefährden dürfen. Deshalb müssen die Entscheidungen, die wir jetzt treffen, so sein, dass wir auch in Zukunft finanzielle Möglichkeiten haben.

Die Bundesregierung muss handlungsfähig bleiben, um weitere Maßnahmen in den kommenden Monaten finanziell stemmen zu können. Und wir müssen weitere Maßnahmen einleiten, um soziale und wirtschaftliche Härten abzufedern sowie den wirtschaftlichen Wiederaufbau zu unterstützen. Vor diesem Hintergrund beschließen die Koalitionspartner:

Mehr lesen (PDF)

21.04.2020: SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat einen SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard veröffentlicht, in dem besondere Arbeitsschutzmaßnahmen beschrieben werden. Diese verfolgen das Ziel, durch die Unterbrechung der Infektionsketten die Bevölkerung zu schützen, die Gesundheit von Beschäftigten zu sichern, die wirtschaftliche Aktivität wiederherzustellen und zugleich einen mittelfristig andauernden Zustand flacher Infektionskurven herzustellen. Dabei ist die Rangfolge von technischen über organisatorischen bis hin zu personenbezogenen Schutzmaßnahmen zu beachten.

SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard (PDF)

09.04.2020: Rechtliche Ausarbeitungen "Staatliche Entschädigung" und "Öffentliche Beschaffung"

Diesen Beitrag stellen wir Ihnen in Kooperation mit der Rechtsanwaltskanzlei FRIEDRICH GRAF VON WESTPHALEN & PARTNER mbB zur Verfügung.

Hier stellen wir Ihnen zwei rechtlichen Ausarbeitungen rund um die durch das Corona-Virus (SARS-CoV2) ausgelöste COVID-19-Pandemie zur Verfügung.

Behördliche Maßnahmen und staatliche Entschädigung (PDF)

Öffentliche Beschaffungen in Zeiten der Corona-Pandemie (PDF)

Bearbeiter der beiden Beiträge sind mein Mitarbeiter Dr. Michael Körner und ich auszuweisen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite: www.fgvw.de/covid-19.

(Autoren: Dr. Olaf Konzak und Dr. Michael Körner)

08.04.2020: FAQ Steuerliche Maßnahmen in der Coronavirus-Krise

Bundesfinanzministerium veröffentlicht Katalog von Fragen und Antworten zu steuerlichen Maßnahmen in der Coronavirus-Krise

Das Bundesministerium der Finanzen hat einen Katalog von Fragen und Antworten (PDF) zu den steuerlichen Maßnahmen zur Bewältigung der Coronavirus-Krise veröffentlicht.

Das Dokument wird laufend an die aktuelle Situation angepasst. Die jeweils aktuelle Fassung finden Sie unter

www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Steuern/2020-04-01-FAQ_Corona_Steuern.html.

07.04.2020: Lieferschwierigkeiten Staubschutzmasken

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGVU) hat Empfehlungen veröffentlicht, welche Möglichkeiten aufgrund Lieferschwierigkeiten für Staubschutzmasken der Klassen FFP2 und FFP3 alternativ genutzt werden können.

Weitere Infos dazu finden Sie in der Fachbereichsempfehlung FBRCI-101 „Empfehlungen zum Einsatz von Atemschutz bei Staubbelastungen" (PDF).

Die Empfehlung ist ebenfalls auf der Homepage der DGUV unter folgendem Link erhältlich: publikationen.dguv.de/detail/index/sArticle/3799/sCategory/163

06.04.2020: Auswirkungen des Coronavirus auf die Bauwirtschaft

Einschätzungen des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie

Unsere Dachorganisation bbs hat uns die Erwartungen des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie (HDB) zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die deutsche Bauwirtschaft sowie verschiedene Umfrageergebnisse weitergeleitet. Einzelheiten entnehmen Sie bitte der Ausarbeitung.

Ausarbeitung (PDF)

03.04.2020: Betrugswarnung: Phishing-E-Mails und falsche Soforthilfeanträge

Betrugswarnungen:

LKA Niedersachsen warnt vor falschen COVID-19-Soforthilfeanträgen und Bundesagentur warnt vor Phishing-E-Mails in Bezug auf Kurzarbeitergeld

Bundesweit erhalten Arbeitgeber derzeit unseriöse E-Mails unter der E-Mail-Adresse kurzarbeitergeld@arbeitsagentur-service.de. In der Mail werden Arbeitgeber aufgefordert, Angaben zu Person, Unternehmen und Beschäftigten zu machen. Es ist keine Telefonnummer für Rückfragen angegeben.

Die Zentrale Ansprechstelle Cybercrime für die Niedersächsische Wirtschaft (ZAC) beim Landeskriminalamt Niedersachsen warnt Unternehmen davor, dass derzeit vermehrt versucht wird, mittels angeblicher Soforthilfeanträge im Zusammenhang mit COVID-19 an Daten von Unternehmen zu kommen. Erste Fälle sind in Baden-Württemberg aufgetreten. Laut ZAC Niedersachsen werden Unternehmen auf gefälschte Internetseiten gelockt, um dort Unternehmensdaten einzugeben. Die Betrugsseiten versprechen dort häufig eine besonders schnelle Auszahlung oder hohe Summen, die ohne Rückzahlung genehmigt werden. Teilweise wurden auch Unternehmen gezielt telefonisch kontaktiert und explizit auf die betrügerischen Seiten verwiesen. Die Betrüger geben sich als Angehörige der offiziellen Stelle zur Abwicklung der Soforthilfe aus. Das Vortäuschen, eine offizielle Stelle zu sein, um so an sensible Daten zu kommen, die für weitere Straftaten genutzt werden können, ist eine häufig genutzte Strategie.

Weitere Informationen: Pressemitteilung der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen (PDF)

03.04.2020: Coronavirus-Pandemie: Leitfaden für Transportbetonunternehmer

Auf Basis einer Veröffentlichung des südamerikanischen Transportbetonverbandes FIHP hat der BTB in Zusammenarbeit mit dem europäischen Transportbetonverband ERMCO einen Leitfaden erstellt, um zum Schutz der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Betonindustrie beizutragen.

Beschrieben und visualisiert ist die Einhaltung einiger Grundregeln, die dazu beitragen, die Verbreitung des Coronavirus zu verhindern. Der Leitfaden bietet einen Überblick der Empfehlungen von Gesundheits- und Sicherheitsorganisationen, mit denen das Risiko der Übertragung des Virus auf die Beschäftigten in der Betonindustrie minimiert werden kann.

Leitfaden für Transportbetonunternehmer (PDF)

Sie finden den Leitfaden ebenfalls auf der Startseite des BTB unter www.transportbeton.org.

02.04.2020: Sondergutachten: Sachverständigenrat zu den wirtschaftlichen Auswirkungen

Die Ausbreitung der Corona-Pandemie stellt Deutschland, Europa und die übrige Welt vor große und bislang nicht gekannt Herausforderungen. Zur Eindämmung des Virus werden in vielen Ländern weitreichende gesundheitspolitische Gegenmaßnahmen getroffen, die starke ökonomische Auswirkungen zur Folge haben. Der Sachverständigenrat hat sich in einem Sondergutachten mit diesem Thema und den Folgen befasst. In einem sog. „Basisszenario“ geht er für Deutschland für das Jahr 2020 von einer Reduzierung des BIP von -2,8 % aus.

Nicht verschwiegen werden darf in diesem Zusammenhang, dass andere Forschungsinstitute teilweise von deutlich massiveren Einbrüchen des BIP ausgehen.

Zu Einzelheiten verweisen wir auf die beigefügte Zusammenfassung des bbs und das Sondergutachten des Sachverständigenrates.

Zusammenfassung des bbs (PDF)

Sondergutachten des Sachverständigenrates (PDF)

01.04.2020: Coronavirus: Fristversäumnisse / BNetzA-Antwort

Nach Angaben des bbs hat im Anschluss an das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) nunmehr auch die Bundesnetzagentur (BNetzA) auf das gemeinsame Schreiben der energieintensiven Industrien (EID) reagiert. Sie geht dabei unter anderem auf die Meldung der selbstverbrauchten Strommengen zur Begrenzung der § 19.2-Umlage, der KWKG-Umlage und der Offshore-Netzumlage ein. Die BNetzA schlägt vor, im Falle von Corona-bedingten Verzögerungen bei den Wirtschaftsprüfer-Testaten zunächst untestierte Werte an die Netzbetreiber zu melden und die Testate nachzureichen. Sie stellt dieses Vorgehen allerdings unter den Vorbehalt, dass es auch durch die Netzbetreiber akzeptiert wird.

Einzelheiten finden Sie im Schreiben der BNetzA (PDF) vom 30.03.2020.

Unabhängig hiervon hat uns die BNetzA informiert, dass das sogenannte Monitoring Lastmanagement nach § 51a EnWG im Jahr 2020 ausgesetzt wird, um die Unternehmen an dieser Stelle zu entlasten:

www.bundesnetzagentur.de/DE/Sachgebiete/ElektrizitaetundGas/Unternehmen_Institutionen/DatenaustauschundMonitoring/Monitoring_Lastmanagement/Letztverbrau-cher/LMM_Letztverbraucher_node.html;jsessionid=090AC6737874D6C389D2E8321865D3BB

31.03.2020: BG RCI ermöglicht Stundung der Beiträge bis Ende 2020

Die Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) bietet ihren Mitgliedern eine Stundung von Vorauszahlungen bzw. Mitgliedsbeiträgen bis Ende 2020. Damit reagiert die BG RCI auf die durch das Coronavirus verursachten Umsatzrückgänge und damit verbundenen Liquiditätsengpässen, von denen bereits zahlreiche Wirtschaftsbereiche betroffen sind.

Die Stundung kann von betroffenen Unternehmen unter der Rufnummer 06221 5108-63100 oder vorzugsweise per E-Mail (mitglied@bgrci.de) bei der BG RCI beantrag werden. Eine Sicherheitsleistung oder Verzinsung der gestundeten Beiträge wird nicht erhoben. Weitere Informationen können der Webseite der BG RCI (https://www.bgrci.de/mitgliedschaft-und-beitrag/) entnommen werden.

30.03.2020: Aktuelle Informationen zu steuerlichen, fiskalischen und wirtschaftlichen Maßnahmen

Mit Blick auf die Corona-Pandemie haben wir Ihnen hier eine Reihe von PDF-Dokumenten zusammengestellt, zu steuerlichen, fiskalischen und wirtschaftlichen Maßnahmen, die der Bund gemeinsam mit den Bundesländern in den letzten Tagen auf den Weg gebracht hat.

BDI: Acht-Punkte-Plan

Zur Abmilderung der wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie hat der BDI einen Acht-Punkte-Plan mit Vorschlägen zu steuerlichen Anpassungen erstellt, der an die relevanten Stellen auf Bundes- und Landesebene verschickt worden ist. Die Vorschläge umfassen u.a. den Aufschub von Lohnsteuerzahlungen, die Anpassung von Fristen (z.B. im Rahmen von Betriebsprüfungen) sowie die Verbesserung der Verlustverrechnung. Über die kurzfristig wirkenden Maßnahmen hinaus plädiert der BDI für eine generelle Absenkung der Steuerbelastung der Unternehmen, um die Wirtschaft im Nachgang der Krise nachhaltig zu stärken.

Acht-Punkte-Plan(PDF)

Übersicht des europäischen Industriedachverbands BusinessEurope

Der europäische Industriedachverband BusinessEurope hat eine Übersicht zu steuer- und finanzpolitischen Maßnahmen der EU-Mitgliedstaaten als Reaktion auf die wirtschaftlichen Folgen der Covid 19-Pandemie erstellt. Neben einer kurzen Darstellung der Maßnahmen, die auf europäischer Ebene gesetzt wurden, beinhaltet das Dokument detaillierte Informationen zu den steuer- und finanzpolitischen Maßnahmen in den einzelnen Mitgliedstaaten.

Übersicht BusinessEurope (PDF)

Deutscher Bundestag: Papier zu den ökonomischen Folgen der Pandemie

Den europäischen Kontext der wirtschafts- und fiskalpolitischen Maßnahmen zur Eindämmung der ökonomischen Folgen der Pandemie fasst ein internes Papier des Deutschen Bundestages gut zusammen.

Papier des Deutschen Bundestags (PDF)

Fristversäumnisse / BAFA-Antwort

Das BAFA hat sich zwischenzeitlich in einem Schreiben gegenüber den Energieintensiven Industrien zur Fristeinhaltung für Entlastungstatbestände im Energiebereich aufgrund der Corona-Pandemie geäußert. In dem Schreiben bestätigt das BAFA noch einmal schriftlich die Duldung von Fristversäumnissen. Vorausgegangen war eine entsprechende Anfrage an das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Schreiben des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (PDF)

Antwort des BAFA (PDF)

Weitere Informationen

Faktenblatt der KfW zum Sonderprogramm 2020 (PDF)

Schreiben von Bundeswirtschaftsminister Altmaier zu den Corona-Maßnahmen an die Spitzenverbände (PDF)

27.03.2020: Neuigkeiten zu Ausgleichsregelung und Vertragsrecht
  1. Besondere Ausgleichsregelung / Hinweis des Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zum Antrag 2020

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) wird Verzögerungen bei der Einhaltung der materiellen Ausschlussfrist (30.06.2020), insbesondere bei der Einreichung der fristrelevanten Unterlagen „Wirtschaftsprüfervermerk“ und „Zertifizierungsbescheinigung“ als „höhere Gewalt“ werten, sofern die Verzögerung auf die Corona-Pandemie zurückzuführen ist.

Weitere Einzelheiten finden Sie unter folgendem Link: www.bafa.de/SharedDocs/Kurzmeldungen/DE/Energie/Besondere_Ausgleichsregelung/20200320_besar.html.

  1. Coronavirus und Vertragsrecht

Das Coronavirus hat gravierende Auswirkungen auf die Wirtschaft und die in der Wirtschaft geschlossenen Verträge. Daher hat der bbs einzelne Klauseln einer ersten rechtlichen Bewertung zugeführt und bittet gleichzeitig um Mitteilung von Bewertungen und Einschätzungen aus den Unternehmen.

Einzelheiten dazu können in der Geschäftsstelle angefordert werden.

  1. Hilfsmaßnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise

Das Coronavirus ist eine ernsthafte Herausforderung für Wirtschaft und Gesellschaft. Die Bundesregierung tritt daher entschlossen und mit aller Kraft den wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus entgegen. Die Programme reichen von Kurzarbeitergeld über steuerliche Hilfen bis zu Kreditangeboten.

Weitere Einzelheiten zum Maßnahmenpaket vom BMF und BMWi, BMF-Schreiben vom 19. März 2020 und den gleich lautenden Erlassen der obersten Finanzbehörden der Länder können Sie hier einsehen:

Erlass BMI (PDF)

Ansprechparter: Frank Schnitzler, E-Mail: schnitzler@baustoffverbaende.de

27.03.2020: Webinar am 31.03. über "Sicherung und Hebung von Liquidität durch steuerliche Maßnahmen"

Die Corona-Pandemie hält die Wirtschaft weltweit im Klammergriff. Damit Sie in dieser Situation den Überblick behalten, bietet die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Warth & Klein Grant Thornton ein Webinar an. Am 31. März 2020 um 10:00 Uhr wird es darin um Wege zur Sicherung und Hebung von Liquidität durch steuerliche Maßnahmen (inklusive Kurzarbeitergeld) gehen.

Auf Grund der sich aktuell überschlagenden Entwicklungen zu den Möglichkeiten zur Sicherung und Hebung von Liquidität durch steuerliche Maßnahmen (inklusive Kurzarbeitergeld) im Rahmen der COVID-19-Pandemie werden Ihnen Expertinnen und Experten einen strukturierten und umfänglichen Blick auf Ihre Handlungsmöglichkeiten in den Bereichen Ertragsteuer, Umsatzsteuer, Lohnsteuer und Verrechnungspreise geben und Ihre Fragen gern beantworten.

Login zum Webinar.

Überprüfen Sie hier Ihre Systemeinstellungen.

24.03.2020: Steuererleichterungen für Unternehmen

Schreiben des Bundesministeriums für Finanzen vom 19. März 2020 zu Steuermaßnahmen im Zuge der Corona-Krise

Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat ein Schreiben mit Details zu den Stundungs- und Vollstreckungsmaßnahmen sowie zu der Anpassung von Steuervorauszahlungen veröffentlicht. Diese Maßnahmen sind Teil der gemeinsam vom Bundeswirtschaftsministerium und BMF beschlossenen Hilfsprogramms für Unternehmen.

Schreiben des BMF im PDF-Format

24.03.2020: Infektionsschutz: Kontaktloses Abzeichnen von Lieferscheinen

Der bbs hat sich mit dem Abzeichnen von Lieferscheinen in Corona-Zeiten befasst, denn das herkömmliche Abzeichnen des Lieferscheins durch den Kunden auf der Baustelle widerspricht den erforderlichen Hygienemaßnahmen.

Einzelheiten dazu finden Sie hier: Rundschreiben des bbs (PDF)

24.03.2020: COVID-19: Wichtige Schritte auf dem Weg zu kurzfristigen Liquiditätshilfen

Unser Kooperationspartner Warth & Klein Grant Thornton AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zeigt in beigefügtem Leitfaden "COVID-19: Wichtige Schritte auf dem Weg zu kurzfristigen Liquiditätshilfen" (PDF) wichtige Schritte zur Erlangung von Liquiditätshilfen in der Corona-Krise auf.

Bei Interesse wenden Sie sich bitte direkt an:

Christoph Heinrich WP/StB Associate Partner Tel. 0211 95248761 E-Mail: christoph.heinrich@wkgt.com

02.11.2020: Zwölfte Corona-Bekämpfungsverordnung Rheinland-Pfalz

Hier finden Sie die Zwölfte Corona-Bekämpfungsverordnung Rheinland-Pfalz sowie einen Auslegungshilfe "Was geht – was geht nicht?" vom 31.10.2020.

Zwölfte Corona-Bekämpfungsverordnung Rheinland-Pfalz (PDF)

Auslegungshilfe (PDF)

16.07.2020: Zehnte Corona-Bekämpfungsverordnung Rheinland-Pfalz
13.05.2020: Auslegungshilfe zur 6. Corona-Bekämpfungsverordnung Rheinland-Pfalz

Hier finden Sie eine Auslegungshilfe zur 6. Corona-Bekämpfungsverordnung Rheinland-Pfalz vom 8. Mai 2020.

Auslegungshilfe (PDF)

02.04.2020: Einführung des Landesprogramms Corona Soforthilfe Kredit RLP

Die ISB wird zum 1. April 2020 das Landesprogramm Corona Soforthilfe Kredit RLP (604) aus dem Zukunftsfonds Starke Wirtschaft Rheinland-Pfalz einführen. Der Kredit wird mit einer Haftungsfreistellung in Höhe von 90 % für die Hausbanken ausgereicht.

Antragsberechtigt sind:

  • Soloselbstständige, Freiberufler, Unternehmen und Landwirtschaft mit Sitz in Rheinland-Pfalz bis 10,0 Mitarbeitende mit einem Kreditbetrag in Höhe von 10.000 EUR
  • Freiberufler, Unternehmen und Landwirtschaft mit Sitz in Rheinland-Pfalz über 10,0 Mitarbeitende bis einschließlich 30,0 Mitarbeitende mit einem Kreditbetrag in Höhe von 30.000 EUR. Zusätzlich erhalten diese Antragsteller einen Landeszuschuss in Höhe von 30 % des Kreditbetrags. Ein separater Antrag für den Zuschuss ist nicht erforderlich. Die Auszahlung des Landeszuschusses erfolgt separat direkt an den Antragsteller. Im Fall der Nichtinanspruchnahme des Kredites ist ein bereits ausgezahlter Zuschuss vom Antragsteller zurückzuzahlen. Die Kredite aus dem Zukunftsfonds Starke Wirtschaft Rheinland-Pfalz können per E-Mail und elektronisch im Hausbankverfahren beantragt werden. Das Antragsformular kann im Internet unter isb.rlp.de/604-corona-soforthilfe-kredit-rlp abgerufen werden.

Weitere Informationen finden Sie hier:

Rundschreiben der ISB (PDF)

Richtlinie Corona Soforthilfe Kredit RLP (PDF)

Anlage Corona Soforthilfe Kredit RLP (PDF)

Antragsformular Corona Soforthilfe Kredit RLP (PDF)

Richtlinie Effizienzkredit RLP (PDF)

18.01.2021: Änderungen der Corona-Einreiseverordnung NRW zum 16. Januar 2021

Auch auf Landesebene hat es Änderungen an den Einreiseregelungen für Ein- und Rückreisende aus ausländischen Risikogebieten gegeben.

Änderungen der Corona-Einreiseverordnung NRW

Aktuell hat die Landesregierung erneut Änderungen an der Verordnung vorgenommen. Grundsätzlich wird am aktuellen Einreiseregime in NRW, welches vom OVG Münster bestätigt wurde, festgehalten. Die NRW-Verordnung wird jedoch an die Vorschriften der Corona-Einreiseverordnung Bund (PDF) angepasst.

Die Verordnung ist am 16. Januar 2021 in Kraft getreten und tritt mit Ablauf des 31. Januar 2021 außer Kraft.

Wesentliche Änderungen in der Corona-Einreiseverordnung NRW:

  • § 1 „Absonderung und Beobachtung für Ein- und Rückreisende aus Virusvarianten-Gebieten, Nachweisvorlage“: Statt die Virusvarianten-Gebiete alle einzeln namentlich aufzuführen (bislang Vereinigtes Königreich, Südafrika und Irland), wurde für die strengeren Absonderungsregelungen nunmehr ein dynamischer Verweis auf alle sog. Virusvarianten-Gebiete aufgenommen. Abs. 2 definiert die Virusvarianten-Gebiete und verweist auf die Webseite des RKI, auf der diese Gebiete nunmehr offiziell ausweisen werden. Einreisende aus Virusvarianten-Gebieten haben nach Abs. 5 den bei Einreise mitzuführenden negativen Test-Nachweis (im Sinne des § 3 Abs. 2 S. 1 Nr. 2, Abs. 3 Corona-Einreiseverordnung Bund) dem zuständigen Gesundheitsamt unverzüglich und unaufgefordert vorzulegen.

Die Regelungen zur digitalen Einreiseanmeldung wurden aus der Corona-Einreiseverordnung NRW gestrichen. Die Pflicht zur Anmeldung der Einreise gilt nunmehr unmittelbar aus den Vorschriften der Corona-Einreiseverordnung Bund (hier § 1).

  • § 2 „Verkürzung der Absonderungsdauer für Ein- und Rückreisende aus einem Virusvarianten-Gebiet“: Wie zuvor ist eine Verkürzung der 10-tägigen Absonderung frühestens ab dem fünften Tag nach Einreise durch ein negatives Testergebnis möglich (Abs.1).

Die Regelungen zur verpflichtenden Einreisetestung wurden aus der Corona-Einreiseverordnung NRW gestrichen. Die Test- und Nachweispflicht gilt nunmehr unmittelbar aus den Vorschriften der Corona-Einreiseverordnung Bund (hier § 3).

  • § 3 „Ausnahmen von der Absonderungspflicht für Ein- und Rückreisende aus Virusvarianten-Gebiet“: Ausnahmen von der Absonderungspflicht bestehen nach wie vor für Durchreisende (Abs. 1) sowie bei Aufenthalten von weniger als 72 Stunden für Personen, die beruflich bedingt grenzüberschreitend Personen, Waren oder Güter transportieren (Abs. 2 Nr. 1) oder deren Tätigkeit für die Aufrechterhaltung des Gesundheitswesens dringend erforderlich und unabdingbar ist und dies durch den Dienstherrn, Arbeitgeber und Auftraggeber bescheinigt wird (Abs. 2 Nr. 2).

  • § 4 „Einreisende aus anderen Risikogebieten“: Die Regelungen für Einreisende aus anderen Risikogebieten (faktisches Wahlrecht zwischen Absonderung oder Einreisetestung) bleiben weitestgehend unverändert. Die Test- und Nachweispflichten auf Grundlage der Corona-Einreiseverordnung Bund einschließlich der dort genannten Fristen bleiben unberührt (Abs. 1 S. 4). Von den Pflichten des Abs. 1 (Einreisetestung) nicht erfasst sind bei Aufenthalten von weniger als 72 Stunden (zuvor 48 Stunden) gemäß Abs. 6 u. a. Personen, die einreisen aufgrund Verwandtschaftsbesuch (Nr. 2a) und Personen, die beruflich bedingt grenzüberschreitend Personen, Waren oder Güter transportieren (Nr. 2b).

Corona-Einreiseverordnung NRW (PDF)

13.01.2021: Kurzarbeitergeld: Neue Regelungen für das Antragsverfahren

Pandemiebedingt ist die Anzahl für Anträge zum Kurzarbeitergeld sowie zum Saison-Kurzarbeitergeld stark angestiegen. Laut Hochrechnung der BA kann für das Jahr 2021 von rund 3 Mio. KUG-Anträgen und rund 285.000 Saison-KUG-Anträgen ausgegangen werden. In den Jahren 2018 und 2019 gab es 21.530 bzw. 41.540 KUG-Anträge sowie 290.397 bzw. 278.815 Saison-KUG-Anträge.

Daher soll die Übermittlung der Anträge für Kurzarbeitergeld, Saisonkurzarbeitergeld, die Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge und der zusätzlichen Leistungen zum Saison-Kurzarbeitergeld zukünftig als optionales Verfahren nicht mehr nur schriftlich beantragt werden können, sondern auch elektronisch über die Entgeltabrechnungsprogramme der Arbeitgeber und das damit verbundene Meldeverfahren durchgeführt werden. Hierzu muss kurzfristig eine gesetzliche Grundlage für ein optionales elektronisches Verfahren zur Beantragung u. a. des Kurzarbeitergeldes geschaffen werden.

Hier finden Sie den Referentenentwurf (PDF).

12.01.2021: Coronaregionalverordnung zur Umsetzung der 15-km-Regelung in Hotspots

Das Land hat mit Wirkung zum heutigen 12. Januar 2021 eine Verordnung zur Umsetzung der 15-Kilometer-Regelung in Hotspots („Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 durch einen eingeschränkten Bewegungsradius für Freizeitaktivitäten in Regionen mit erhöhter Infektionszahlen - Coronaregionalverordnung“) erlassen.

Die neue Verordnung zum Schutz vor Neuinfektionen durch einen eingeschränkten Bewegungsradius gilt ab dem 12. Januar 2021 in den namentlich genannten Regionen mit erhöhtem und diffusem Infektionsgeschehen.

Hinweis: Die Regelung sieht keinen Automatismus für Gebiete mit einer Inzidenz von über 200 vor. Gebiete, für die die Beschränkungen gelten, sind in der Verordnung genannt; eine Beendigung der Einschränkungen für Gebiete bzw. die Aufnahme weiterer Gebiete muss dementsprechend über eine Änderung der Verordnung erfolgen.

Zentrale Regelungen:

Die Verordnung gilt gem. § 1 Abs. 1 im Gebiet:

  • des Kreises Höxter
  • des Kreises Minden-Lübbecke
  • des Oberbergischen Kreises
  • des Kreises Recklinghausen

Es gelten folgende Beschränkungen für Bewegungen aus den und in die betroffenen Gebiete (§ 1 Abs. 2 + 3):

Personen, deren Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthaltsort in einem in Absatz 1 genannten Gebiet liegt, dürfen dieses Gebiet nur verlassen, soweit dabei ein Umkreis von 15 Kilometern Luftlinie ab der Grenze des eigenen Heimatorts (politische Gemeinde) nicht überschritten wird.

Personen, deren Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthaltsort nicht in einem in Absatz 1 genannten Gebiet liegt, dürfen dieses Gebiet nur aufsuchen, soweit dabei ein Umkreis von 15 Kilometern Luftlinie ab der Grenze des eigenen Heimatorts (politische Gemeinde) nicht überschritten wird.

Es sind einige Ausnahmen vorgesehen (§ 1 Abs. 4), zu denen u.a. „die Erledigung beruflicher, dienstlicher, ehrenamtlicher und vergleichbarer Besorgungen“ (Nr. 1) und der Besuch der Schule, der Kita bzw. der Notbetreuung (Nr. 2) gehört.

Verstöße gegen die Coronaregionalverordnung werden als Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld geahndet (§ 3).

Die Verordnung tritt am 12. Januar in Kraft und mit Ablauf des 31. Januar 2021 außer Kraft (§ 4).

In einer Begründung werden die Regelungen ausführlich erläutert. Ausgeführt wird u.a., dass die Angemessenheit der Regelung durch eine fortlaufende Beobachtung des Infektionsgeschehens in den betroffenen Gebieten gesichert wird. Unterschreitet der Infektionswert die Schwelle von 200 nachhaltig – also für mehrere Tage mit entsprechende Tendenz – sollen die Regelungen wieder aufgehoben werden. Hingewiesen wird u.a. auf weitere Kommunen mit einem Inzidenzwert von über 200, deren Zahlen aber nicht belastbar seien. Über die Aufnahme der genannten Städte soll daher in den nächsten Tagen gesondert entschieden werden.

11.01.2021: Begründungen zur aktuellen Corona-Schutzverordnung und Corona-Betreuungsverordnung inkl. Hinweis zu Betriebskantinen

Hier finden Sie die Begründungen (Anlagen 1 + 2) zur aktuellen Corona-Schutzverordnung sowie Corona-Betreuungsverordnung, die mit dem heutigen 11. Januar in Kraft treten.

Begründungen: Corona-Schutzverordnung 1, PDF

[Begründungen: Corona-Schutzverordnung 2, PDF]

Hier noch ein Hinweis auf die Begründung in der Corona-Schutzverordnung (Link 1) zum Thema Betriebskantinen (§ 14):

„Ebenso zulässig ist die Öffnung von Betriebskantinen und Mensen, wenn dies zur Aufrechterhaltung der Arbeitsprozesse (bei Betriebskantinen) oder der Bildungsangebote (Mensen) unverzichtbar ist. Dies ist allerdings nur dann anzunehmen, wenn die Nutzerinnen und Nutzer ohne diese Einrichtungen während eines längeren Arbeitstages nicht versorgt werden könnten und auch eine Beschränkung auf einen „to go“-Service mit nachfolgendem Verzehr im Büro o.ä. nicht möglich ist (z.B. bei reinen Fabrikarbeitsplätzen).

Ein Abholservice bliebt auch bei Kantinen und Mensen zulässig, die Untersagung eines Verzehrs in einem Umkreis von 50 Metern um die gastronomische Einrichtung, die im Außenbereich die Bildung von Menschenansammlungen verhindern soll, gilt naturgemäß nicht bei einer Mitnahme der Speisen in das eigene Büro, selbst wenn dieses im Umkreis von 50 Metern zur Kantine liegen sollte.“

Dies bestätigt die vom MAGS vorab signalisierte und im o.g. Rundschreiben übermittelte Auslegung, die Spielräume für eine praxisgerechtere Handhabung eröffnet. Gerade vor dem Hintergrund der zunehmenden Debatte um weitere Einschränkungen der Wirtschaft bleibt es gleichwohl auch weiterhin eine Einzelfallabwägung im Hinblick auf den Infektionsschutz und die öffentliche Wirkung, ob von diesen Möglichkeiten Gebrauch gemacht wird.

11.01.2021: Bestätigung der Corona-Einreiseverordnung in der ab dem 5. Januar 2021 gültigen Fassung

Bestätigung der Corona-Einreiseverordnung in der ab dem 5. Januar 2021 gültigen Fassung Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 7. Januar 2021 - 13 B 2046/20.NE

Die Regelungen der Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 in Bezug auf Ein- und Rückreisende aus dem Vereinigtem Königreich und Südafrika sowie anderen Staaten, die als Risikogebiet eingestuft sind (Coronaeinreiseverordnung – CoronaEinrVO) in der ab dem 5. Januar 2021 gültigen Fassung sind bestätigt worden.

Das Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen (OVG Münster) hat mit Eilbeschluss vom 7. Januar 2021 die Coronaeinreiseverordnung in der ab dem 5. Januar 2021 geltenden Fassung bestätigt und einen Eilantrag gegen die Verordnung abgelehnt (OVG Münster vom 7. Januar 2021 – 13 B 2046/2020.NE, Pressemitteilung).

Nach der Coronaeinreiseverordnung müssen Personen, die aus dem Ausland in das Land Nordrhein-Westfalen einreisen und sich zu einem beliebigen Zeitpunkt in den letzten zehn Tagen vor Einreise in einem anderen Risikogebiet als dem Vereinigten Königreich von Großbritannien und Nordirland oder der Republik Südafrika aufgehalten haben, sich unverzüglich für zehn Tage absondern, wenn sie sich nicht höchstens 48 Stunden vor der Einreise oder unmittelbar nach der Einreise einer Testung auf eine Infektion mit dem Coronavirus unterziehen oder unterzogen haben (Einreisetestung durch PCR-Test oder Schelltest). Mit dieser Regelung hatte das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAGS) ein faktisches Wahlrecht zwischen einem Einreisetest und Quarantäne eingeführt.(Pressemitteilung des MAGS: https://www.mags.nrw/pressemitteilung/nordrhein-westfalen-modifiziert-einreiseregelungen-einreisende-aus-risikogebieten)

Hier finden Sie die Pressemitteilung des OVG Münster: https://www.ovg.nrw.de/behoerde/presse/pressemitteilungen/02_210107/index.php

Die Entscheidung des OVG Münster stellt sich wie folgt dar:

I. Sachverhalt

Der Antragsteller, ein Eigentümer eines Motorschiffes, beabsichtigte eine Reise zu seinem Boot in die Normandie, die derzeit als Risikogebiet ausgewiesen ist. Mit seinem Antrag richtete sich der Antragsteller gegen die Absonderungspflicht für Einreisende aus anderen Risikogebieten als dem Vereinigtem Königreich oder Südafrika, deren Eintreten aber bereits vor dem Beginn durch eine freiwillige Testung bei der Einreise oder eine unmittelbar nachfolgende Testung ausgeschlossen werden kann (faktisches Wahlrecht). Er machte u. a. einen Verstoß gegen den allgemeinen Gleichbehandlungsgrundsatz geltend. Für Personen, die NRW nicht verlassen oder sich in einem anderen Bundesland mit vergleichbaren Inzidenzwerten aufgehalten hätten, bestehe jedenfalls keine geringere Wahrscheinlichkeit, sich mit dem Virus angesteckt zu haben, als für Personen, die nach Frankreich reisten.

II. Entscheidung

Das OVG Münster lehnte den Antrag des Antragstellers ab und hat damit die entsprechenden Regelungen der nordrhein-westfälischen Coronaeinreise-verordnung bestätigt.

Das Gericht führte zur Begründung u. a. aus:

  • Es sei voraussichtlich unbedenklich, dass der Verordnungsgeber von einem dringenden Handlungsbedarf ausgehe und die Absonderungspflicht mit Freitestungsmög¬lichkeit als einen Beitrag zur Eindämmung der Pandemie sehe.
  • Die Situation stelle sich im Hinblick auf den nunmehr im gesamten Bundesgebiet geltenden sog. strengen Lockdown und die zwischenzeitlich entdeckte, möglicherweise deut¬lich ansteckendere Virusmutante anders dar als noch im November, als der Senat eine allgemeine Absonderungspflicht für sämtliche Einreisende aus Risikogebieten noch beanstandet hatte.
  • Die Einschätzung, dass eine Reise in der Regel mit mehr Kontakten und damit einer höheren Infektionsgefahr verbunden sei als ein Verbleib im Bundesgebiet, erscheine unter den gegenwärtigen Umständen plausibel.
  • Die Regelungen seien auch nicht deshalb ungeeignet, weil man sich auch durch einen Schnelltest „freitesten“ könne. Auch durch Maßnahmen, die keine vollständige Sicherheit böten, Folgeansteckungen zu vermeiden, könne ein nennenswerter Beitrag zur Eindämmung der Pandemie geleistet werden.
  • Die mit der Absonderungspflicht einhergehenden Beeinträchtigungen könnten - auch schon im Vorhinein - durch die Durchführung eines (Schnell-)Tests abgewendet werden, der ein nur niedrigschwelliger, in der Regel folgenloser Eingriff sei. Die Kosten des Tests seien ebenfalls gering.
  • Ein Gleichheitsverstoß ergebe sich nicht daraus, dass die vom Verordnungsgeber unterstellten typischen infektionsbegünstigenden Reisekontakte nicht bei jeder Art von Reise in jedes erdenkliche Zielland bestünden. Der Verordnungsgeber dürfe seiner Regelung vielmehr eine typisierende Betrachtungsweise zugrunde legen, die insbesondere den gegenwärtig hoch belasteten Gesundheitsämtern eine einfache Durchsetzung und Überprüfung der geltenden Vorgaben für Reiserückkehrer ermögliche.

III. Bewertung

Mit Eilbeschluss vom 20. November 2020 hatte das OVG Münster wesentliche Teile der damals geltenden Coronaeinreiseverordnung außer Vollzug gesetzt, die für Reiserückkehrer aus dem Ausland generell eine zehntägige Absonderung vorsah (Az. 13 B 1770/20). Das faktische Wahlrecht zwischen Quarantäne oder Einreisetestung in der aktuellen Fassung der Verordnung hat das OVG Münster nunmehr erwartungsgemäß bestätigt. Für den Begründungswechsel insbesondere mit Blick auf die Bewertung des Gleichbehandlungsgrundsatzes verweist das Gericht insbesondere auf den bundesweiten strengen Lockdown und die neu entdeckte, vermutlich deutlich ansteckendere Mutation des Virus.

16.12.2020: Erneute Änderungen in der Corona-Schutzverordnung + Änderungen in der Corona-Betreuungsverordnung

Aktuell hat die Landesregierung Änderungen an beiden Verordnungen vorgenommen, die zum heutigen Tag in Kraft treten. Sie finden beigefügt

Beide Verordnungen treten mit Ablauf des 10. Januar 2021 außer Kraft.

Änderungen in der Corona-Schutzverordnung:

Es handelt sich bei den Änderungen im Wesentlichen um Klarstellungen und punktuelle Ergänzungen, die auch auf Fragen und Hinweise an den Verordnungsgeber zu den Neuregelungen gestern zurück gehen.

Änderungen sind insbesondere:

  • § 1 Abs. 4 Satz 3: Der Satz wird wie folgt ergänzt: „Im Übrigen richten sich die Vorgaben für die Arbeitswelt einschließlich der betrieblichen und überbetrieblichen praktischen Ausbildung nach den Anforderungen des Arbeitsschutzes und weiteren einschlägigen Rechtsvorschriften.“ Hinweis: Wir hatten gestern bereits aufgrund von Fragen aus Ihren Reihen beim MAGS nachfragt, ob interne Ausbildungszentren von Unternehmen weiterhin in Präsenzform stattfinden können. Die Antwort war, dass betriebliche Ausbildung unter berufliche Ausbildung fällt und damit zulässig ist. Die Ergänzung in Satz 3 ist aus unserer Sicht nochmal eine erfreuliche Klarstellung in diesem und insgesamt im Sinne der betrieblichen Ausbildung.
  • § 3 Abs. 4 Satz 1: Hier wird eine neue Nr. 2a eingefügt im Hinblick auf Ausnahmen von der Maskenpflicht mit dem Wortlaut „Beteiligte an Prüfungen nach § 6 Abs. 2, wenn der Mindestabstand zu den anderen Personen im Raum eingehalten wird, sowie“.
  • § 7 Abs. 1 Satz 3 wird wie folgt gefasst: „Zulässig bleiben unter Beachtung der Regelungen der §§ 2 bis 4a nur berufs- und schulabschlussbezogene Präsenzprüfungen und darauf vorbereitende Maßnahmen, wenn sie aus rechtlichen oder tatsächlichen Gründen nicht auf einen Zeitpunkt nach dem 10. Januar 2021 verlegt werden können oder eine Verlegung den Prüflingen nicht zumutbar ist.“
  • § 7 Abs. 3 neuer Satz 2: Bzgl. Fahrschulen wird folgender Satz ergänzt: „Darüber hinaus dürfen bereits angesetzte Prüfungen und darauf vorbreitende Maßnahmen unter Beachtung der §§ 2 bis 4a dieser Verordnung durchgeführt werden.“
  • § 10 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1: Ergänzt wird das Wort „Sonnenstudios“ (und damit ihr Betrieb explizit untersagt).
  • § 11 Abs. 2 Satz 1 wird wie folgt ergänzt: „Der Betrieb von nicht in Abs. 1 genannten Verkaufsstellen des Einzelhandels sowie von Einrichtungen zum Vertrieb von Reiseleistungen ist untersagt.“
  • § 11 Abs. 5: Hier entfällt die bisherige Nr. 2 „jeder Verkauf von Feuerwerkskörpern und anderer Pyrotechnik“.
  • § 12 Abs. 1 neuer Satz 3: „In Geschäftslokalen von Telefondienstleistern sind nur die Störungsannahme sowie die Reparatur oder der Austausch defekter Geräte zulässig; der Verkauf von Waren, auch im Zusammenhang mit der Vermittlung von Dienstleistungsverträgen, ist unzulässig.“
  • § 12 Abs. 2 Satz 1: Ergänzt wird das Wort „Friseurdienstleistung“ (und damit diese Dienstleistung explizit untersagt).

Änderungen in der Corona-Betreuungsverordnung:

Änderungen erfolgen in § 1 Abs. 3 Satz Nr. 3 und 6, die Klarstellungen bzw. Nachjustierungen im Hinblick auf Ausnahmen von der Maskenpflicht an Schulen bei Lehrkräften (Nr. 3) und Mitgliedern der Schulmitwirkungsgremien (Nr. 3) vornehmen.

Weitere Änderungen betreffen § 4 (Tages- und Nachpflegeeinrichtungen) Abs. 3 sowie § 4 b (Angebote nach der Anerkennungs- und Förderverordnung und Frühförderung nach SGB IX).

15.12.2020: Überarbeitete Corona-Schutzverordnung zum 16.12.2020

Am gestrigen späten Abend hat die Landesregierung die überarbeitete Corona-Schutzverordnung veröffentlicht, die die Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) von Sonntag in Nordrhein-Westfalen umsetzt. Anbei erhalten Sie die ab Mittwoch, 16. Dezember gültige Verordnung (Link 1) sowie die Änderungsverordnung (Link 2). Die Verordnung tritt mit Ablauf des 10. Januar 2021 außer Kraft.

Übersicht über zentrale Änderungen:

Zusätzlich zu den Regelungen, die bereits zum 1. November 2020 in Kraft getreten sind, gelten laut Landesregierung ab Mittwoch, 16. Dezember 2020, insbesondere folgende Regelungen:

Kontaktbeschränkungen (§ 2)

  • Grundsätzlich bleibt es dabei: Treffen sind nur noch mit den Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes – bis maximal fünf Personen – gestattet. Kinder bis einschließlich 14 Jahre werden nicht dazugezählt. (§ 2 Abs. 2 Nr. 1 +1a)

  • Daneben ist im Zeitraum vom 24. bis zum 26. Dezember 2020 das Zusammentreffen des eigenen Hausstandes mit höchstens vier weiteren Personen aus dem engsten Familienkreis (hierzu zählen Ehegatten, Lebenspartner und Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft sowie Verwandte in gerader Linie, Geschwister, Geschwisterkinder und deren jeweilige Haushaltsangehörige) zulässig. Auch hier werden Kinder bis zu einem Alter von einschließlich 14 Jahren bei der Berechnung der Personenzahl nicht mitgezählt. (§ 2 Abs. 2 Nr. 1b)

Handel (§ 11)

  • Grundsätzlich wird der Einzelhandel geschlossen (§ 11 Abs. 2 Satz 1). Geöffnet bleiben nur Läden für Güter des täglichen Bedarfs (§ 11 Abs. 1); das sind
    • der Lebensmitteleinzelhandel, Direktvermarkter von Lebensmitteln, Abhol- und Lieferdienste sowie Getränkemärkte,
    • Wochenmärkte für Verkaufsstände mit dem Schwerpunkt Lebensmittel und Güter des täglichen Bedarfs,
    • Apotheken, Reformhäuser, Sanitätshäuser, Babyfachmärkte und Drogerien,
    • Tankstellen, Banken und Sparkassen sowie Poststellen,
    • Kioske und Zeitungsverkaufsstellen,
    • Futtermittelmärkte und Tierbedarfsmärkte,
    • Verkauf von Weihnachtsbäumen sowie Schnitt- und schnell verderblichen Topfblumen
    • Einrichtungen des Großhandels für Großhandelskunden und – beschränkt auf den Verkauf von Lebensmitteln – auch für Endkunden.

Hinweis: Explizit erwähnt sind Bau- und Gartenbaumärkte, deren Betrieb nur zur Versorgung von Gewerbetreibenden zulässig ist (§ 11 Abs. 1 Satz 3).

  • Zulässig bleiben auch für die geschlossenen Läden der Versandhandel und die Auslieferung bestellter Waren. Die Abholung bestellter Waren durch Kunden ist ebenfalls zulässig, wenn sie unter Beachtung von Schutzmaßnahmen vor Infektionen kontaktfrei erfolgen kann. (§ 11 Abs. 2 Satz 2)
  • In Geschäften, die sowohl Güter des täglichen Bedarfes als auch andere Sortimente anbieten, gilt genau wie im Frühjahr Folgendes (expliziter Hinweis des MAGS: Hier wurde die Regelung aus dem März 1:1 übernommen): Liegt der Schwerpunkt bei den Gütern des täglichen Bedarfs, dürfen die Geschäfte insgesamt öffnen, ihre sonstigen Sortimente aber auch nicht ausweiten. Liegt der Schwerpunkt in den anderen Sortimenten, dürfen nur die täglichen Bedarfsgüter verkauft werden, die anderen Sortimente aber nicht. (§ 11 Abs.1 Satz 2; § 11 Abs. 3)

Dienstleistungen (§§ 10 +12)

  • Dienstleistungen und Handwerksleistungen, bei denen ein Mindestabstand von 1,5 Metern zum Kunden nicht eingehalten werden kann (insbesondere Gesichtsbehandlung, Kosmetik, Nagelstudios, Maniküre, Massage, Tätowieren und Piercen, auch Friseure), sind untersagt. (§ 12 Abs. 2 Satz 1)
  • Davon ausgenommen sind weiterhin medizinisch notwendige Leistungen von Physio-, Ergotherapeuten, Podologen, medizinischen Fußpflegern, Logopäden, Hebammen, Hörgeräteakustikern, Optikern oder orthopädischen Schuhmachern. (§ 12 Abs. 2 Satz 2)
  • Sonstige Handwerker- und Dienstleistungen, die den Mindestabstand einhalten und nicht ausdrücklich verboten sind, bleiben zulässig (§ 12 Abs. 1 Satz 1). Es dürfen dabei aber auch keine anderen Waren verkauft werden als im zulässigen Einzelhandel oder mit der Handwerksleistung/Dienstleistung unmittelbar verbundenes Zubehör. (§ 12 Abs. 1 Satz 2)
  • Grundsätzlich verboten sind bestimmte Freizeitdienstleistungen (Spielhallen, Sonnenstudios, Saunen etc.). (§ 10)

Bildungseinrichtungen und Bibliotheken (§§ 6+7)

    • Der Unterricht an Hochschulen, Pflegeschulen und allen anderen Bildungseinrichtungen ist mit Ausnahme wichtiger, nicht verschiebbarer Prüfungen nur noch im Fernunterricht gestattet. (§ 6 Abs. 1-3)
  • Ausnahmen gelten für Veranstaltungen, die zur Vorbereitung zwingend zu erfolgender Prüfungen dienen. Hier sind die Hygiene- und Infektionsregeln der Coronaschutzverordnung zu beachten. (§ 6 Abs. 1-3)
  • Bibliotheken dürfen nur noch Ausleihen zur Bearbeitung und Vorbereitung von termingebundenen Prüfungsleistungen ermöglichen. (§ 6 Abs. 4)
  • Der Betrieb von Fahrschulen ist nur für berufsbezogene Ausbildungen zulässig und ansonsten untersagt. (§ 7 Abs. 3)

Sport, Freizeit, Pyrotechnik und Reisen (§§ 9, 10, 11, 14, 15)

  • Der Freizeit- und Amateursportbetrieb ist wie im Frühjahr auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, Fitnessstudios, Schwimmbädern und ähnlichen Einrichtungen unzulässig. Das gilt auch für Individualsportarten in Sporteinrichtungen/-vereinen, wie Tennis oder Golf. Zulässig bleibt damit nur noch die sportliche Bewegung alleine oder zu zweit in der „freien Natur”. (§ 9)
  • Auch Angebote des Rehabilitationssports sind in der aktuellen Infektionslage nicht mehr vertretbar. (Streichung bisheriger § 9 Abs. 1a)
  • Übernachtungsangebote zu privaten Zwecken sind untersagt. Damit bleiben nur beruflich veranlasste Übernachtungen zulässig. (§ 15 Abs. 1 Satz 1)
  • Der Verkauf von alkoholischen Getränken zwischen 23 Uhr und 6 Uhr ist ebenso untersagt (§ 11 Abs. 5 Nr. 1; § 14 Abs. 2 Satz 3) wie der Verzehr von alkoholischen Getränken im öffentlichen Raum unabhängig von der Uhrzeit (§ 2 Abs. 5; § 11 Abs. 5 Nr. 3; § 14 Abs. 2 Satz 4).
  • Der Verkauf von Feuerwerkskörpern und anderer Pyrotechnik ist verboten. (§ 11 Abs. 5 Nr. 2)

Versammlungen und Veranstaltungen (§ 13)

  • Grundsätzlich sind alle Veranstaltungen bis zum 10. Januar 2021 untersagt. (§ 13 Abs. 1)
  • Am 31. Dezember 2020 und am 1. Januar 2021 gilt ein Versammlungs- und Ansammlungsverbot – auch für Versammlungen nach dem Versammlungsgesetz. (§ 13 Abs. 2 Nr. 1)
  • Ausnahmen gelten für Veranstaltungen, die der Grundversorgung der Bevölkerung, der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung oder der Daseinsfür- und -vorsorge dienen und die aus rechtlichen oder tatsächlichen Gründen nicht auf einen Zeitraum nach dem 10. Januar 2021 verlegt werden können. Hierzu gehören zum Beispiel Aufstellungsversammlungen von Parteien zu Wahlen und Vorbereitungsversammlungen dazu sowie Blut- und Knochenmarkspendetermine. (§ 13 Abs. 2 Nr. 2)

Hinweis auf weitere spezielle Aspekte:

  • § 1 Abs. 4 (Betriebe, Unternehmen - Arbeitswelt): Die Regelungen hier bleiben unverändert.
  • § 3 Abs. 5: Bisher konnte die Verpflichtung zum Tragen einer Alltagsmaske für Inhaber sowie Beschäftigte u.a. durch „das Tragen eines das Gesicht vollständig bedeckenden Visiers“ ersetzt werden. Dieser Teil wurde gestrichen. Die Verpflichtung kann somit nur noch „durch gleich wirksame Schutzmaßnahmen (Abtrennung durch Glas, Plexiglas o.ä.)“ ersetzt werden. Hinweis: Nach erster Einschätzung ist durch diese Streichung die Verwendung von Visieren durch Beschäftigte nicht mehr erlaubt. Wir werden dies aber näher prüfen und mit dem MAGS klären, da dieses uns vor kurzem noch eine andere Auskunft auf unsere Nachfrage zur bisherigen Schutzverordnung gegeben hatte (vgl. Rundscheiben ARS – 219/20 vom 8. Dezember 2020).
  • § 7 (weitere außerschulische Bildungsangebote): Sämtliche Bildungs-, Aus- und Weiterbildungsangebote sind in Präsenz untersagt. Zulässig bleiben nur berufs- und schulabschlussbezogene Prüfungen, die nicht auf einen Zeitpunkt nach dem 10. Januar 2021 verlegt werden können.
  • § 13 Abs. 2 Nr. 3: Die Regelungen zu „Sitzungen von rechtlich vorgesehenen Gremien öffentlich-rechtlicher und privatrechtlicher Institutionen, Gesellschaften und Wohnungseigentümergemeinschaften, Parteien oder Vereinen“ bleibt weitegehend unverändert. Die bisherige Formulierung „aus triftigem Grund“ wurde geändert in „aus rechtlichen oder tatsächlichen Gründen“.

Link 1: Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 (Coronaschutzverordnung – CoronaSchVO), vom 30. November 2020, in der ab dem 16. Dezember 2020 gültigen Fassung (PDF)

Link 2: Verordnung zur Änderung der Coronaschutzverordnung vom 30. November 2020, vom 14. Dezember 2020 (PDF)

14.12.2020: Entlastung vom Rundfunkbeitrag für Unternehmen

Unternehmen, Institutionen und Einrichtungen des Gemeinwohls, die aufgrund einer behördlichen Anordnung wegen der Corona-Pandemie eine Betriebsstätte schließen mussten, können beim Beitragsservice eine Freistellung von der Rundfunkbeitragspflicht beantragen. Aufgrund der aktuellen Ausnahmesituation durch die Corona-Krise ist die Freistellung für Betriebsstätten – abweichend von den gesetzlichen Regelungen – rückwirkend möglich.

Hinzu kommt aktuell folgende Regelung: Der Schließzeitraum muss – anders als bislang – nicht mehr aus drei zusammenhängenden vollen Kalendermonaten bestehen. Zur Ermittlung des Freistellungzeitraums können Unternehmen sämtliche Tage, an denen eine Betriebsstätte coronabedingt geschlossen war, zusammenrechnen.

Zudem besteht bei Zahlungsschwierigkeiten aufgrund der Corona-Krise die Möglichkeit, mit dem Beitragsservice Zahlungserleichterungen wie eine Ratenzahlung oder eine Stundung ausstehender Beiträge zu vereinbaren.

Sie finden alle Informationen inkl. Antragsformular und FAQ auf der folgenden Internetseite des Beitragsservice: https://www.rundfunkbeitrag.de/presse_und_aktuelles/hinweise/corona/index_ger.html

13.12.2020: Aktuelle Informationen zur „Verbesserten Überbrückungshilfe III“

Für die von den zusätzlichen Schließungs-Entscheidungen vom 13. Dezember 2020 erfassten Unternehmen werden Zuschüsse zu den Fixkosten gezahlt.

Dazu wird die ausgeweitete und bis Ende Juni 2021 geltende Überbrückungshilfe III lt. Ministerien „entsprechend angepasst und nochmals verbessert“.

Neuerungen gibt es insbesondere hinsichtlich der „zusätzlich antragsberechtigten Unternehmen“:

Zusätzlich antragsberechtigt für den Zeitraum der Schließungsanordnungen sind

  • Unternehmen, die im Dezember von den zusätzlichen Schließungen direkt oder indirekt betroffen sind (1.),
  • Unternehmen, die im neuen Jahr weiter von den am 28. Oktober bzw. den jetzt neu vereinbarten Schließungen betroffen sind, (2.) und
  • diejenigen Unternehmen, die zwar nicht geschlossen sind, aber auch im neuen Jahr erhebliche Umsatzeinbußen haben (3.).

Für die ersten beiden Gruppen ist ein Förderhöchstbetrag von 500.000 Euro pro Monat vorgesehen.

Information zur „verbesserten Überbrückungshilfe III“ (PDF)

Aktualisierte Übersicht über die Corona-Hilfen (PDF)

08.12.2020: Maskenpflicht nach der Coronaschutzverordnung NRW

Auslegung des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW (MAGS)

Die aktuelle Coronaschutzverordnung NRW ist seit dem 1. Dezember 2020 in Kraft. Seit diesem Zeitpunkt erhalten wir wiederholt Fragen zu der Problematik, ob und ggf. unter welchen Voraussetzungen Beschäftigte und Kunden im Betrieb eine sog. Alltagsmaske tragen müssen. Diese Frage stellte sich insbesondere vor dem Gesichtspunkt, dass zahlreiche Unternehmen in den zurückliegenden Monaten sog. betriebliche Infektionsschutzkonzepte entwickelt haben, die sich an den Arbeitsschutzregeln bzw. Arbeitsschutzstandards des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales orientierten. Beispielsweise haben Unternehmen, bei denen produktions- oder dienstleistungsbedingt kein Abstand von mehr als 1,5 m gewährleistet werden konnte, zwischen den einzelnen Arbeitsplätzen sog. Plexiglasscheiben gesetzt. Ebenso haben die Unternehmen Beschäftigten, die aufgrund ärztlicher Bescheinigung keine Alltagsmaske tragen können, die Möglichkeit eröffnet, ein das Gesicht vollständig bedeckendes Visier zu tragen.

Nach Erlass der neuen Coronaschutzverordnung war seit dem 1. Dezember 2020 aufgrund der Regelung in § 1 Abs. 4 Satz 2 der Coronaschutzverordnung NRW fraglich, ob die Unternehmen ihre bisherigen betrieblichen Infektionsschutzkonzepte weiter anwenden und die Beschäftigten auch ohne Alltagsmaske, aber unter Einsatz der genannten Alternativen, arbeiten lassen können, wenn sie in ihren Betrieben nicht durchgängig gewährleisten können, dass ein Abstand von 1,5 m zu weiteren Personen sicher eingehalten werden kann.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW (MAGS) hat unternehmer nrw gegenüber gestern bestätigt, dass die Unternehmen ihre bisherigen Infektionsschutzkonzepte insoweit fortführen können. Im Einzelnen hat uns das MAGS hierzu Folgendes mitgeteilt

"Sehr geehrter Herr ........,

vielen Dank für Ihre Anfrage zur Verwendung von Plexiglasscheiben in Unternehmen. Wie Sie richtig wiedergeben, ist gemäß § 1 Absatz 4 CoronaSchVO in der seit dem 1. Dezember 2020 geltenden Fassung in geschlossenen Räumen von Betrieben und Unternehmen grundsätzlich das Tragen einer Alltagsmaske i. S. des § 3 Absatz 1 CoronaSchVO verpflichtend. Vorbehaltlich weitergehender arbeitsschutzrechtlicher Vorgaben, betriebliche Infektionsschutzkonzepte u. s. w. gilt diese Verpflichtung nicht am Arbeitsplatz, sofern ein Abstand von 1,5 Metern zu weiteren Personen sicher eingehalten werden kann. Das Tragen einer Alltagsmaske kann aber auch unabhängig von der Einhaltung des Mindestabstandes für Inhaber und Inhaberinnen sowie Beschäftigte durch gleich wirksame Schutzmaßnahmen (Abtrennung durch Glas, Plexiglas o.ä.) oder das Tragen eines das Gesicht vollständig bedeckenden Visiers ersetzt werden (§ 3 Absatz 5 CoronaSchVO). Mithin können auch nach der aktuellen CoronaSchVO Mitarbeiter, denen es insbesondere aus gesundheitlichen bzw. beruflichen Gründen nicht möglich ist, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, diese durch ein das ganze Gesicht bedeckendes Visier ersetzen oder ohne Bedeckung und Einhaltung des Mindestabstandes, aber geschützt durch eine Glas- oder Plexiglasabtrennung, arbeiten."

Hinweise für die betriebliche Praxis:

Soweit Unternehmen betriebliche Infektionsschutzkonzepte entwickelt haben, die das Anbringen von Plexiglasscheiben zwischen einzelnen Arbeitsplätzen oder das Tragen von die Gesichter vollständig bedeckenden Visieren vorsehen, können die Arbeitnehmer ihre Arbeiten ausnahmsweise auch ohne Alltagsmasken verrichten, wenn kein Abstand von 1,5 m zu weiteren Personen durchgängig gewährleistet werden kann. Dies bedeutet aber auch, dass Beschäftigte, die ihren Arbeitgebern eine ärztliche Bescheinigung vorlegen, wonach sie keine Alltagsmaske tragen können, auf das Tragen von das Gesicht bedeckende Visieren verwiesen werden können. Sollten diese Beschäftigten jedoch auch diese Visiere aufgrund ärztlicher Bescheinigung nicht - auch nicht kurzfristig - tragen können und ist ihr Arbeitseinsatz ohne engen Kontakt zu anderen Beschäftigten oder Kunden auch auf andere Weise (z. B. im Homeoffice, im Einzelbüro oder an einem durch Plexiglasscheiben getrennten Arbeitsplatz etc.) nicht möglich, wird diesen Beschäftigten die Leistungserbringung unmöglich. In diesem Fall liegt ein Fall der subjektiven Unmöglichkeit nach § 275 Abs. 3 BGB vor, mit der Folge, dass die Beschäftigten von der Leistungserbringung frei werden. Allerdings entfällt damit zugleich für die Arbeitgeber nach § 326 Abs. 1 BGB die Vergütungspflicht (siehe hierzu im Einzelnen auch Bayer/Gsellhofer, ArbeitsrechtAktuell 2020, 586).

Allerdings müssen Arbeitgeber beachten, dass diese Rechtsfolgen nur dann eintreten, wenn sie die Beschäftigten im Rahmen ihres arbeitgeberseitigen Direktionsrechts nicht anderweitig (z. B. im Homeoffice, Alleinarbeitsplatz) oder in anderer Form (z. B. mit das Gesicht bedeckenden Visieren) unter Berücksichtigung des Gesundheitszustandes der Beschäftigten bzw. ihrer gesundheitlichen Einschränkungen auf einem anderen Arbeitsplatz einsetzen können.

*(Diese Information stellen wir Ihnen in Kooperation mit unternehmer nrw zur Verfügung.)**

07.12.2020: Überblick über die Wirtschaftshilfen

Hier finden Sie einen Überblick über die Wirtschaftshilfen und ihren jeweiligen Umsetzungs- bzw. Planungsstand.

Zeitstrahl des Wirtschaftsministeriums NRW zu Corona-Hilfen im Überblick

Übersicht des Bundesfinanzministeriums zu Überbrückungshilfe II, November- und Dezemberhilfe Überbrückungshilfe III

Soforthilfe:

Förderzeitraum: März – Mai 2020

Aktueller Stand: Die Abrechnung der Soforthilfe soll im Frühjahr 2021 erfolgen, für eine mögliche Rückzahlung besteht bis zum Herbst 2021 Zeit. Viele Soforthilfe-Empfänger äußern jedoch den Wunsch, bald abzurechnen, um die Rückzahlung noch in diesem Jahr verbuchen und steuerlich geltend machen zu können. Anfang Dezember erhalten daher alle Soforthilfe-Empfänger eine Mail, die ihnen die Möglichkeit eröffnet, noch im laufenden Jahr abzurechnen und gegebenenfalls zu viel erhaltene Mittel zurückzuzahlen. Aktuelle Informationen zum Rückmeldeverfahren inkl. Erklär-Video + FAQ unter:

https://www.wirtschaft.nrw/nrw-soforthilfe-2020

Überbrückungshilfe I:

Förderzeitraum: Juni – August 2020

Aktueller Stand: Die Antragsfrist für die 1. Phase der Überbrückungshilfe (Fördermonate Juni bis August 2020) ist mittlerweile abgelaufen. Es ist nicht mehr möglich, einen Antrag für die 1. Phase zu stellen. Spätestens bis zum 31. Dezember 2021 ist die Schlussabrechnung der Überbrückungshilfe 1. Phase einzureichen. Die Schlussabrechnung erfolgt wie die Antragsstellung über den beauftragten Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigten Buchprüfer oder Rechtsanwalt ausschließlich über die digitale Plattform. Aktuell ist die Schlussabrechnung im System nicht freigeschaltet und somit ist es nicht möglich, eine Abrechnung einzureichen.

Aktuelle Informationen zur 1. Phase der Überbrückungshilfe:

Überbrückungshilfe II:

Förderzeitraum: September – Dezember 2020

Aktueller Stand: Anträge können bis zum 31. Januar 2021 gestellt werden. Aktuelle Informationen zur 2. Phase und zur Antragsplattform:

Novemberhilfe:

Förderzeitraum: November 2020

Aktueller Stand: Anträge können bis zum 31. Januar 2021 gestellt werden. Aktuelle Informationen zur Novemberhilfe und zur Antragsplattform:

Dezemberhilfe (angekündigt/in Vorbereitung):

Förderzeitraum: Dezember 2020

Aktueller Stand: angekündigt als Verlängerung der Novemberhilfe; Antragsstellung noch nicht möglich.

Erste Informationen:

Überbrückungshilfe III (inkl. Neustarthilfe) (angekündigt/in Vorbereitung):

Förderzeitraum: Januar – Juni 2021 (Neustarthilfe ab Dezember 2020)

Aktueller Stand: angekündigt; erste Eckpunkte vorgestellt; Konditionen noch nicht abschließend festgelegt; Antragstellung noch nicht möglich.

Erste Informationen:

13.11.2020: Außerordentliche Wirtschaftshilfe November (Novemberhilfen) und Soforthilfe - weitere Informationen

Außerordentliche Wirtschaftshilfe November (Novemberhilfen)

Um eine schnelle und unbürokratische Hilfe zu gewährleisten, hat das Bundeswirtschaftsministerium, in Abstimmung mit den Ländern, ein Verfahren zur Beantragung einer Abschlagszahlung festgelegt:

  1. Soloselbstständige erhalten einen vereinfachten direkten Zugangsweg für die Förderung von bis zu 5.000 Euro; andere Unternehmen erhalten eine Abschlagszahlung von bis zu 10.000 Euro.
  2. Die Antragstellung und Auszahlung erfolgt voll elektronisch über die Plattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de.
  3. Die Antragstellung startet in der letzten November-Woche 2020.
  4. Erste Auszahlungen erfolgen ebenfalls ab Ende November.
  5. Die Antragstellung erfolgt einfach und unbürokratisch. Um Missbrauch vorzubeugen, sind Maßnahmen zur Sicherstellung der Identität des Antragstellers vorgesehen.
  6. Das Verfahren der regulären Auszahlung der Novemberhilfen wird parallel vorbereitet und finalisiert, damit es unmittelbar im Anschluss an die Abschlagszahlungen gestartet werden kann.

Soforthilfe

Da sich die wirtschaftliche Lage vieler Soforthilfe-Empfänger erneut eingetrübt hat, wird das Land die Betroffenen entlasten und sie erst im kommenden Jahr zur Abrechnung und eventuell erforderlichen Rückzahlung auffordern. Die Abrechnung soll demnach im Frühjahr 2021 erfolgen, die mögliche Rückzahlung voraussichtlich im Herbst. Zuvor genannte Fristen sind damit hinfällig. Viele Soforthilfe-Empfänger äußern laut Landesregierung jedoch auch den Wunsch, bald abzurechnen, um die Rückzahlung noch in diesem Jahr verbuchen und steuerlich geltend machen zu können. Ende November erhalten daher alle rund 430.000 Soforthilfeempfänger eine Mail, die ihnen die Möglichkeit eröffnet, noch im laufenden Jahr abzurechnen und gegebenenfalls zu viel erhaltene Mittel zurückzuzahlen. Wer sich für diese Option entscheidet, erhält mit einem Klick Zugriff auf die sogenannte Berechnungshilfe sowie das Rückmeldeformular. Alle anderen brauchen zunächst einmal nichts weiter zu unternehmen.

13.11.2020: Bundesagentur für Arbeit: Jetzt Anzeige auf Verlängerung des Kurzarbeitergeldes stellen

Zum Thema „Kurzarbeitergeld“ hier eine aktuelle Information der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit (BA):

„Ab sofort können verkürzt arbeitende Unternehmen und Betriebe bei Vorliegen der Voraussetzungen Kurzarbeitergeld für bis zu 24 Monate erhalten. Dazu muss bei der örtlichen Arbeitsagentur eine Verlängerungsanzeige gestellt werden. Das geht formlos, wichtig für eine reibungslose Bearbeitung ist es allerdings, wichtige Angaben unbedingt zu machen. Im Oktober hatte die Bundesregierung die maximale Bezugsdauer von Kurzarbeitergeld auf bis zu 24 Monate verlängert. Grundsätzlich gilt: Kurzarbeitergeld kann für zwölf Monate bezogen werden. Um die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie abzudämpfen, wurde die Bezugsdauer der Lohnersatzleistung nun für Betriebe, die schon vor dem 31. Dezember 2020 in Kurzarbeit gegangen sind, auf maximal bis zu 24 Monate verlängert, längstens aber bis zum 31. Dezember 2021.

Formlose Anzeige auf Verlängerung genügt

Für die Verlängerung des Kurzarbeitergeldes ist eine neue Anzeige des Arbeitgebers bei der örtlichen Arbeitsagentur erforderlich. Die Anzeige auf Verlängerung kann formlos erfolgen, zum Beispiel per E-Mail an die lokale Agentur für Arbeit. Wichtig ist es allerdings, dass in der Anzeige

(1) die Dauer und die Gründe für eine Verlängerung geschildert werden, (2) entweder die Betriebsvereinbarung mit dem Betriebsrat über die Verlängerung vorgelegt oder, (3) in Betrieben ohne Betriebsrat, die Einzelvereinbarungen mit den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern belegt und für die Abschlussprüfung aufbewahrt werden.

Ohne diese Angabe kann die Verlängerung nicht bewilligt werden.

Erleichterungen beim Kurzarbeitergeld wurden ebenfalls verlängert

Aktuell gelten erleichterte Zugangsregeln zum Kurzarbeitergeld, die ebenfalls verlängert wurden. Sie gelten für Anzeigen auf Kurzarbeit, die bis zum 31. März 2021 gestellt werden. Zu den Erleichterungen gehört eine geringere Anzahl von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die in einem Betrieb oder Unternehmen von Arbeitsausfall betroffen sein müssen, damit Kurzarbeit bewilligt werden kann. Dieser Anteil war zu Beginn der Corona-Virus-Pandemie von einem Drittel auf zehn Prozent heruntergesetzt worden.

Auch die Übernahme der Beiträge zur Sozialversicherung durch die Agenturen für Arbeit ist verlängert worden Wenn der Anspruch auf Kurzarbeitergeld noch in diesem Jahr, bis zum 31. Dezember 2020 entstanden ist, können auch weiter die Sozialversicherungsbeiträge für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von den Agenturen für Arbeit übernommen werden. Voraussetzung ist, dass Kurzarbeit bis zum 30. Juni 2021 auch realisiert wurde.

Die Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge bei Bezug von Kurzarbeitergeld beträgt

(1) im Zeitraum vom 01. Januar 2021 bis zum 30. Juni 2021 in voller Höhe von 100 Prozent. (2) Danach, bis längstens zum 31. Dezember 2021, werden die Beiträge in Höhe von 50 Prozent erstattet.

Erneute Anzeige von Kurzarbeitergeld nach Unterbrechung

Die Bezugsdauer von Kurzarbeitergeld kann auch unterbrochen werden. Ist in einem Unternehmen zum Beispiel kurzfristig ein größerer Auftrag zu bearbeiten, kann der Bezug der Lohnersatzleistung ausgesetzt werden. Wird wieder Kurzarbeitergeld beantragt, verlängert sich die Bezugsdauer um diesen Unterbrechungszeitraum. Wichtig ist, dass nach einer Unterbrechung von drei oder mehr Monaten eine erneute Anzeige der Kurzarbeit durch die Unternehmen und Betriebe erforderlich ist.

Urlaubsanspruch nehmen

In verkürzt arbeitenden Unternehmen und Betrieben soll Resturlaub der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Vermeidung von Arbeitsausfällen eingesetzt werden. Alte, ungeplante Urlaubsansprüche sollten daher während der Kurzarbeit im Betrieb genommen werden, wenn die Urlaubswünsche der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht dagegensprechen.“

Detaillierte Informationen der BA zum Thema Kurzarbeit finden Sie auch unter: https://www.arbeitsagentur.de/m/corona-kurzarbeit/

11.11.2020: Corona: Überbrückungshilfe II - Ergänzende Infos zur NRW Überbrückungshilfe Plus

Das Programm für Solo-Selbstständige, Freiberufler und im Unternehmen tätige Inhaber von Einzelunternehmen und Personengesellschaften mit höchstens 50 Mitarbeitern in Nordrhein-Westfalen wird erneut mit der NRW Überbrückungshilfe Plus ergänzt. Zu der NRW Überbrückungshilfe Plus liegen nun weiterführende Informationen vor, auf die wir Sie gerne hinweisen möchten.

Die wichtigste Änderung im Vergleich zur NRW Überbrückungshilfe Plus der 1. Phase: Das Tatbestandsmerkmals des „inhabergeführten“ Unternehmens wurde angepasst, so dass bei Personengesellschaften keine Beteiligungsmehrheit mehr vorliegen muss. Hierdurch wird unabhängig davon, wie die Beteiligungsverhältnisse innerhalb der Personengesellschaft liegen, ein fiktiver Unternehmerlohn ausgezahlt. Weitere Informationen sind unter folgendem Link abrufbar: www.wirtschaft.nrw/ueberbrueckungshilfe2

Hinweis: Wie zur ersten Förderphase wird es auch für diese zweite Phase wieder Richtlinien des Landes („Überbrückungshilfe II NRW“) geben. Diese sollen zeitnah auf der o.g. Website veröffentlicht werden.

10.11.2020: Corona: Aktualisierte Corona-Schutzverordnung und Corona-Betreuungsverordnung

Das Land NRW hat zum 10. November 2020 die Corona-Schutzverordnung und die Corona-Betreuungsverordnung aktualisiert. Sie finden beigefügt

  • die Corona-Schutzverordnung in der ab 10. November geltenden Fassung (Anlage 1) sowie die entsprechende Änderungsverordnung vom 9. November (Anlage 2) und
  • die Corona-Betreuungsverordnung in der ab 10. November geltenden Fassung (Anlage 3) sowie die entsprechende Änderungsverordnung vom 9. November (Anlage 4).

Übersicht über wesentliche Änderungen in der Corona-Schutzverordnung:
Die inhaltlichen Änderungen beziehen sich auf Kulturausübung (§ 8 Abs. 1 Satz 2) und Individualsportarten und Sport aufgrund ärztlicher Verordnung (§ 9 Abs. 1 und Abs. 1a neu). In § 10 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 wird das Wort „Wettannahmestellen“ gestrichen und ein neuer Absatz 1a eingefügt. In § 13 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 werden die „Wohnungseigentümergemeinschaften“ ergänzt.

Übersicht über wesentliche Änderungen in der Corona-Betreuungsverordnung:
Bei den Änderungen handelt es sich vielfach um redaktionelle Änderungen. In § 1 Abs. 3 wird ein Satz ergänzt bzgl. des Ausschlusses von Personen, die eine Verpflichtung zum Tragen einer Alltagsmaske nicht beachten. In § 1 Abs. 9 entfällt als Voraussetzung für das Einrichten einer Notbetreuung durch die obere Schulaufsichtsbehörde bei einer nicht nur vorübergehende Schließung einer oder mehrerer Schulen, dass diese von der nach Landesrecht für Maßnahmen gemäß § 28 des Infektionsschutzgesetzes zuständigen Behörde anordnet sein muss. Weitere kleinere Änderungen betreffen die Regelungen in den §§ 4, 4a und 5.

Corona-Schutzverordnung in der ab 10. November geltenden Fassung (Anlage 1)

Änderungsverordnung vom 9. November (Anlage 2)

Corona-Betreuungsverordnung in der ab 10. November geltenden Fassung (Anlage 3)

Änderungsverordnung vom 9. November (Anlage 4)

06.11.2020: Corona: Außerordentliche Wirtschaftshilfe November (Novemberhilfen)

Die Bundesregierung erweitert die Hilfsangebote für Unternehmen, Betriebe, Selbstständige, Vereine und Einrichtungen, die von den am 28. Oktober 2020 beschlossenen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie besonders betroffen sind. Die außerordentliche Wirtschaftshilfe für den Monat November (Novemberhilfe) bietet weitere zentrale Unterstützung in Form einer anteiligen Umsatzerstattung.

Für die außerordentliche Wirtschaftshilfe gelten folgende Rahmenbedingungen:

  1. Gesamtvolumen: Die außerordentliche Wirtschaftshilfe wird ein Finanzvolumen von voraussichtlich ca. 10 Milliarden Euro haben.

  2. Antragsberechtigung: Antragsberechtigt sind direkt von den temporären Schließungen betroffene Unternehmen, Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen und indirekt betroffene Unternehmen nach folgender Maßgabe: Direkt betroffene Unternehmen: Alle Unternehmen (auch öffentliche), Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen, die auf der Grundlage des Beschlusses des Bundes und der Länder vom 28. Oktober 2020 erlassenen Schließungsverordnungen der Länder den Geschäftsbetrieb einstellen mussten. Hotels zählen als direkt betroffene Unternehmen.

Indirekt Betroffene Unternehmen: Alle Unternehmen, die nachweislich und regelmäßig 80 Prozent ihrer Umsätze mit direkt von den Schließungsmaßnahmen betroffenen Unternehmen erzielen.

Verbundene Unternehmen – also Unternehmen mit mehreren Tochterunternehmen oder Betriebstätten – sind dann antragsberechtigt, wenn mehr als 80 Prozent des verbundweiten Gesamtumsatzes auf direkt oder indirekt betroffene Verbundunternehmen entfällt. Erstattet werden bis zu 75 Prozent des Umsatzes der betroffenen Verbundunternehmen. Dies betrifft etwa eine Holdinggesellschaft, die sowohl Restaurants (geschlossen) und Einzelhandelsunternehmen (weiter geöffnet) hält – hier wird die Nothilfe gezahlt, wenn die Restaurants zu mehr als 80 Prozent des Umsatzes der Holdinggesellschaft beitragen.

  1. Welche Förderung gibt es? Mit der Novemberhilfe werden Zuschüsse pro Woche der Schließungen in Höhe von 75 Prozent des durchschnittlichen wöchentlichen Umsatzes im November 2019 gewährt bis zu einer Obergrenze von 1 Mio. Euro, soweit der bestehende beihilferechtliche Spielraum des Unternehmens das zulässt (Kleinbeihilfenregelung der EU). Zuschüsse über 1 Millionen Euro bedürfen für die Novemberhilfe noch der Notifizierung und Genehmigung der EU-Kommission. Die Bundesregierung ist derzeit in intensiven Gesprächen mit der Europäischen Kommission, um eine solche Genehmigung für höhere Zuschüsse zu erreichen.

Soloselbstständige können als Vergleichsumsatz alternativ zum wöchentlichen Umsatz im November 2019 den durchschnittlichen Wochenumsatz im Jahre 2019 zugrunde legen. Bei Antragsberechtigten, die nach dem 31. Oktober 2019 ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen haben, kann als Vergleichsumsatz der durchschnittliche Wochenumsatz im Oktober 2020 oder der durchschnittliche Wochenumsatz seit Gründung gewählt werden.

  1. Anrechnung erhaltener Leistungen: Andere staatliche Leistungen, die für den Förderzeitraum November 2020 gezahlt werden, werden angerechnet. Das gilt vor allem für Leistungen wie Überbrückungshilfe oder Kurzarbeitergeld.

  2. Anrechnung von erzielten Umsätzen im Monat November: Wenn im November trotz der grundsätzlichen Schließung Umsätze erzielt werden, so werden diese bis zu einer Höhe von 25 Prozent des Vergleichsumsatzes nicht angerechnet. Um eine Überförderung von mehr als 100 Prozent des Vergleichsumsatzes zu vermeiden, erfolgt bei darüberhinausgehenden Umsätzen eine entsprechende Anrechnung.

Für Restaurants gilt eine Sonderregelung, wenn sie Speisen im Außerhausverkauf anbieten. Hier wird die Umsatzerstattung auf 75 Prozent der Umsätze im Vergleichszeitraum 2019 auf diejenigen Umsätze begrenzt, die dem vollen Mehrwertsteuersatz unterliegen, also die im Restaurant verzehrten Speisen. Damit werden die Umsätze des Außerhausverkaufs – für die der reduzierte Mehrwertsteuersatz gilt – herausgerechnet. Im Gegenzug werden diese Umsätze des Außerhausverkaufs während der Schließungen von der Umsatzanrechnung ausgenommen, um eine Ausweitung dieses Geschäfts zu begünstigen. Beispiel: Eine Pizzeria hatte im November 2019 8.000 Euro Umsatz durch Verzehr im Restaurant und 2.000 Euro durch Außerhausverkauf. Sie erhält daher 6.000 Euro Novemberhilfe (75 Prozent von 8.000 Euro), d. h. zunächst etwas weniger als andere Branchen (75 Prozent des Vergleichsumsatzes). Dafür kann die Pizzeria im November 2020 deutlich mehr als die allgemein zulässigen 2.500 Euro (25 Prozent von 10.000 Euro) an Umsatz mit Lieferdiensten erzielen, ohne dass eine Kürzung der Förderung erfolgt.

  1. Antragstellung: Laut BMWi sollen die Anträge in den nächsten Wochen gestellt werden können. Ein genauer Zeitpunkt an dem das Antragsverfahren startet ist noch nicht bekannt. Die Anträge können dann über die bundeseinheitliche IT-Plattform der Überbrückungshilfe gestellt werden (www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de). Die elektronische Antragstellung muss hierbei durch einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer erfolgen. Die Auszahlung soll über die Überbrückungshilfe-Plattform durch die Länder erfolgen.

Für Soloselbständige, die nicht mehr als 5.000 Euro Förderung beantragen, entfällt die Pflicht zur Antragstellung über einen prüfenden Dritten. Sie werden unter besonderen Identifizierungspflichten direkt antragsberechtigt sein. Hinweis: Bundeswirtschaftsminister Altmaier kündigte an, zumindest Abschlagszahlungen möglichst bis Ende November 2020 zu leisten.

Eine Übersicht über Fragen und Antworten zu diesem Thema finden Sie unter folgendem Link:

www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Schlaglichter/Corona-Schutzschild/2020-11-05-faq-ausserordentliche-wirtschaftshilfe.html

02.11.2020: Neue Corona-Schutzverordnung des Landes NRW

Hier finden Sie detailliertere Information über die Änderungen und neuen Regelungen zur neuen Corona-Schutzverordnung:

Grundsätzliches:

Mit der Neufassung der Corona-Schutzverordnung ist vor allem die Vereinbarung der Ministerpräsidentenkonferenz vom Mittwoch umsetzt worden.

Daneben wurde die Neufassung genutzt, um die Grundregeln – Mindestabstand, Hygieneregeln und die Pflicht zum Tragen der Alltagsmasken – klar und einheitlich zu formulieren (§§ 1 bis 4b). Sie werden den nachfolgenden – in der Nummerierung gleich gebliebenen – bereichsbezogenen Regelungen (§§ 5- 15) vorangestellt.

Aufgrund der nun in der Verordnung verankerten umfassenden und einheitlichen Grundregeln und weil zentrale Bereiche (z.B. Gastronomie, Beherbergung), die bisher in der Anlage geregelt waren, im November unzulässig sind, verzichtet die neue Corona-Verordnung auf die bisherige Anlage „Hygiene- und Infektionsschutzstandards“. Alle Regelungen folgen daher ab sofort aus den §§ 2 bis 4a der CoronaSchVO.

Da die neuen rigorosen Maßnahmen landesweit gelten, entfällt die bisherige Regelung des § 15a für Gebiete mit hoher Inzidenz komplett.

Übersicht und Hinweise zu einzelnen Regelungen:

§ 1 – „Allgemeine Grundsätze“:

Hinzuweisen ist hier insbesondere auf Abs. 4, der sich auf „Betriebe, Unternehmen, Behörden und andere Arbeitgeber“ bezieht:

  • Diese haben die Regelungen dieser Verordnung zu beachten, soweit ein Kontakt zwischen Beschäftigen und Kunden oder ihnen vergleichbaren Personen besteht. Ansonsten richten sich die Vorgaben für die Arbeitswelt nach den Anforderungen des Arbeitsschutzes und weiteren einschlägigen Rechtsvorschriften.
  • Insbesondere sollten nicht erforderliche Kontakte in der Belegschaft und mit Kunden möglichst vermieden werden (zum Beispiel durch die Nutzung besonderer Schutzeinrichtungen und der Heimarbeit), allgemeine Hygienemaßnahmen umgesetzt und die Infektionsrisiken bei erforderlichen Kontakten durch besondere Hygiene- und Schutzmaßnahmen minimiert werden.

In Abs. 5 wird der öffentliche Raum im Sinne dieser Verordnung definiert: Alle Bereiche mit Ausnahme des nach Art. 13 Abs. 1 GG geschützten Bereichs („Die Wohnung ist unverletzlich.“ – Hinweis: Der Begriff „Wohnung“ wird weit ausgelegt, er umfasst auch Betriebs- und Geschäftsräume (vgl. BVerfGE 32, 54, 69)).

In Abs. 6 wird klargestellt, dass weitergehende Anforderungen nach anderen Rechtsvorschriften wie z.B. dem Arbeitsschutzrecht unberührt bleiben.

§ 2 – „Mindestabstand“:

Grundsätzlich (Abs. 1) ist im öffentlichen Raum zu allen anderen Personen ein Mindestabstand von 1,5 Metern (Mindestabstand) einzuhalten. Eine Unterschreitung des Mindestabstandes ist in bestimmten Fällen (Abs. 2) erlaubt, z.B. „bei zwingenden Zusammenkünften zur Berufsausübung“.

Abs. 3 regelt, unter welchen Umständen und durch Nutzung welcher Alternativen auf die Einhaltung es Mindestabstands verzichtet werden kann.

§ 3 – „Alltagsmaske“:

Abs.1 definiert, was eine Alltagsmaske im Sinne dieser Verordnung ist. Abs. 2 regelt, wann eine solche Alltagsmaske unabhängig von der Einhaltung des Mindestabstands getragen werden muss. In Büroräumen gilt lt. Abs. 2 Satz 2 abweichend die Pflicht zum Tragen einer Alltagsmaske nur, soweit ein Kontakt zwischen Beschäftigten und Kunden oder vergleichbaren Personen ohne Einhaltung des Mindestabstands besteht.

Die Abs. 3 bis 6 weisen auf Besonderheiten oder weitere Ausnahmen hin. So kann nach Abs. 5 die Verpflichtung für Inhaber sowie Beschäftigte durch gleich wirksame Schutzmaßnahmen (Abtrennung durch Glas o.ä.) oder das Tragen eines das Gesicht vollständig bedeckenden Visiers ersetzt werden.

§ 4 – „Hygiene- und Infektionsschutzanforderungen“:

Abs. 1 regelt, welche Hygieneanforderungen sicherzustellen sind bei Angeboten und Einrichtungen, die für einen Kunden- und Besucherverkehr geöffnet sind (z.B. Gelegenheiten zum Händewaschen/Handhygiene; Reinigung aller Kontaktflächen).

Abs. 2 regelt das Lüften in geschlossenen Räumen, die für einen Kunden- und Besuchsverkehr geöffnet sind. Dazu gehört auch die Bestimmung, dass soweit andere Behörden (z.B. Arbeitsschutz) Vorgaben zur Belüftungssituation machen, diese auch im Rahmen dieser Verordnung verbindlich zu berücksichtigen sind.

§ 4a – „Rückverfolgbarkeit“:

Unterschieden wird wie in der bisherigen Verordnung auch hier wieder zwischen der „einfachen Rückverfolgbarkeit“ und der „besonderen Rückverfolgbarkeit“. Festlegt wird nun, wann welche Rückverfolgbarkeit sicherzustellen ist.

§ 4b – „Innovationsklausel“:

Diese Regelung ist unverändert geblieben.

§§ 5 bis 15 – bereichsbezogene Regelungen

Die bereichsbezogenen Regelungen finden sich wie bisher in den §§ 5-15. Auch sie sind neu formuliert worden.

Ergänzend zu den Hinweisen im Rundschreiben GF – LV 512/20 vom heutigen Tage zu Bereichen, die bis zum 30. November untersagt sind, möchten wir gezielt auf folgende Regelungen hinweisen:

§ 7 Abs. 1: Ausbildungs- und berufsbezogene Aus- und Weiterbildungsangebote einschließlich kompensatorischer Grundbildungsangebote sowie Angebote, die der Integration dienen, und Prüfungen sind unter Beachtung der §§ 2 bis 4a zulässig.

§ 11: Die Anzahl der gleichzeitig in Handelseinrichtungen anwesenden Kunden darf eine Person pro zehn Quadratmeter der Verkaufsfläche im Sinne des Einzelhandelserlasses NRW nicht übersteigen (zuletzt: pro sieben Quadratmeter).

§ 13: Veranstaltungen und Versammlungen, die nicht unter besondere Regelungen dieser Verordnung fallen, sind bis zum 30.11. untersagt (Abs. 1). Abweichend zulässig sind nach Abs. 2 Nr. 3 „Sitzungen von rechtlich vorgesehenen Gremien öffentlich-rechtlicher und privatrechtlicher Institutionen, Gesellschaften, Parteien oder Vereine

a) mit bis zu zwanzig Personen, wenn sie nicht als Telefon- oder Videokonferenz durchgeführt werden können,

b) mit mehr als zwanzig, aber höchstens 250 Personen in geschlossenen Räumen beziehungsweise 500 Personen unter freiem Himmel, nur nach Zulassung durch die zuständigen Behörden, wenn die Sitzung aus triftigem Grund im Monat November 2020, in Präsenz und mit der vorgesehenen Personenzahl durchgeführt werden muss.

§ 14: Betriebskantinen und Mensen in Bildungseinrichtungen dürfen zur Versorgung der Beschäftigten bzw. der Nutzer der Bildungseinrichtungen betrieben werden.

Weitere Informationen finden Sie hier:

Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 Coronaschutzverordnung – CoronaSchVO) vom 30. Oktober 2020 (PDF)

Webseite der Landesregierung: www.land.nrw/corona

19.10.2020: Neue Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 (Coronaschutzverordnung – CoronaSchVO)

Hier finden Sie einige Informationen rund um die Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 (Coronaschutzverordnung – CoronaSchVO), vom 30. September 2020, in der ab dem 17. Oktober 2020 gültigen Fassung

Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen (PDF)

Anlage „Hygiene- und Infektionsschutzstandards“ zur CoronaSchVO NRW (PDF)

Ordnungswidrigkeiten nach dem Infektionsschutzgesetz im Zusammenhang mit der Coronaschutzverordnung (CoronaSchVO) (Stand: 17. Oktober 2020) (PDF)

05.10.2020: Aussetzung der Insolvenzantragspflicht – Änderung des COVID-19 Insolvenzaussetzungsgesetzes in Kraft getreten

Das Gesetz über die Zustimmung des Bundesrats zur Verlängerung der Aussetzung der Insolvenzantragspflicht für überschuldete Unternehmen wurde am 30. September 2020 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und ist am 1. Oktober 2020 in Kraft getreten.

Die Gesetzesänderung führt dazu, dass die Insolvenzantragspflicht nach § 15a Abs. 1 InsO für den Insolvenzgrund der Überschuldung weiter bis zum 31. Dezember 2020 ausgesetzt bleibt, wenn die Insolvenzreife auf der Coronakrise beruht und Sanierungsaussichten bestehen. Die BDA wird sich gegenüber dem BMJV dafür einsetzen, dass es sich insoweit um die letzte Aussetzung handelt und ab dem 1. Januar 2021 keine weitere Aussetzung mehr zugelassen wird.

Das Gesetz kann über den nachfolgenden Link im Bundesgesetzblatt abgerufen werden:

www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&jumpTo=bgbl120s2016.pdf

21.09.2020: Corona: Überbrückungshilfe – Eckpunkte für die 2. Phase

Aktuell haben der Bund und das Land NRW Eckpunkte für die 2. Phase der Überbrückungshilfe bekannt gegeben.

Die Überbrückungshilfe wird bis Dezember 2020 verlängert. Dabei werden für die 2. Phase mit den Fördermonaten September bis Dezember folgende Veränderungen vorgenommen:

Flexibilisierung der Eintrittsschwelle: Zur Antragstellung berechtigt sind künftig Antragsteller, die entweder

  • einen Umsatzeinbruch von mindestens 50 % in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten oder
  • einen Umsatzeinbruch von mindestens 30 % im Durchschnitt in den Monaten April bis August 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum verzeichnet haben.

Ersatzlose Streichung der KMU-Deckelungsbeträge von 9.000 Euro bzw. 15.000 Euro.

Erhöhung der Fördersätze: Künftig werden erstattet

  • 90 % der Fixkosten bei mehr als 70 % Umsatzeinbruch (bisher 80 % der Fixkosten),
  • 60 % der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch zwischen 50 % und 70 % (bisher 50 % der Fixkosten) und
  • 40 % der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch von mehr als 30 % (bisher bei mehr als 40 % Umsatzeinbruch).

Die Personalkostenpauschale von 10 % der förderfähigen Kosten wird auf 20 % erhöht.

Bei der Schlussabrechnung sollen künftig Nachzahlungen ebenso möglich sein wie Rückforderungen.

Hinweis: Die Antragstellung erfolgt auch im neuen Verfahren über einen „prüfenden Dritten“ (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigter Buchprüfer, Rechtsanwalt).

Hinweis zu NRW: Parallel verlängert auch das Land NRW die „NRW Überbrückungshilfe Plus“: Weiterhin wird Freiberuflern, Soloselbstständigen und im Unternehmen tätigen Inhabern von Einzelunternehmen sowie Personengesellschaften mit bis zu 50 Mitarbeitern ein fiktiver Unternehmerlohn in Höhe von monatlich 1.000 Euro gezahlt.

Die Änderungen tragen dem Umstand Rechnung, dass zahlreiche Betriebe erst zeitverzögert mit Corona-bedingten Umsatzeinbußen zu kämpfen haben und für viele Betriebe auch geringere Umsatzeinbußen als der bisherige Maßstab von 60 % äußert schwierig sind.

Anträge für die 2. Phase können voraussichtlich ab Oktober gestellt werden.

Wichtig:Anträge für die Phase 1 (Fördermonate Juni bis August) müssen bis zum 30. September gestellt werden.

17.09.2020: Corona: Bundeskabinett beschließt Erste Verordnung zur Änderung der Kurzarbeitergeldverordnung, Zweite Kurzarbeitergeldbezugsdauerverordnung und Beschäftigungssicherungsgesetz

Aktuell hat das Bundeskabinett die Erste Verordnung zur Änderung der Kurzarbeitergeldverordnung (Anlage 1), die Zweite Verordnung über die Bezugsdauer für das Kurzarbeitergeld (Zweite Kurzarbeitergeldbezugsdauer-verordnung - 2. KugBeV) (Anlage 2) sowie den Entwurf eines Gesetzes zur Beschäftigungssicherung infolge der COVID-19-Pandemie (Beschäftigungs-sicherungsgesetz - BeschSiG) (Anlage 3) beschlossen.

Im Vergleich zu den Referentenentwürfen gab es keine inhaltlichen Änderungen. Lediglich die Formulierung zur Fristenregelung in der Ersten Verordnung zur Änderung der Kurzarbeitergeldverordnung („die bis zum 31. März 2021 Kurzarbeit eingeführt haben“) wurde in der Gesetzesbegründung dahingehend geschärft, dass klargestellt wurde, dass „auf den tatsächlichen Beginn der Kurzarbeit abgestellt“ wird.

Die Verordnungen treten am 1. Januar 2021 in Kraft, sie müssen noch im Bundesgesetzblatt veröffentlicht werden.

Die erste Lesung des Beschäftigungssicherungsgesetzes (BeschSiG) durch den Bundestag findet voraussichtlich am 29. September 2020 statt, die öffentliche Anhörung ist voraussichtlich für den 16. November 2020 geplant. Das Gesetz soll ebenfalls zum 1. Januar 2021 in Kraft treten.

Kurzarbeitergeldverordnung (PDF)

Zweite Verordnung über die Bezugsdauer für das Kurzarbeitergeld (PDF)

Entwurf eines Gesetzes zur Beschäftigungssicherung infolge der COVID-19-Pandemie (PDF)

14.09.2020: Corona: Überbrückungshilfe – erste Informationen zur Verlängerung

Der Koalitionsausschuss auf Bundesebene hat am 25. August 2020 vereinbart, die Laufzeit dieses Überbrückungshilfen-Programms für kleine und mittelständische Betriebe bis zum 31. Dezember 2020 zu verlängern.

Nach ersten Informationen auf der Überbrückungshilfe-Internetseite des Bundes soll die 2. Phase der Überbrückungshilfe die Fördermonate September bis Dezember 2020 umfassen. Anträge für die 2. Phase können voraussichtlich ab Oktober gestellt werden.

Wichtig: Anträge für die 1. Phase der Überbrückungshilfe (Fördermonate Juni bis August 2020) müssen spätestens bis zum 30. September 2020 gestellt werden. Es ist nicht möglich, nach dem 30. September 2020 rückwirkend einen Antrag für die 1. Phase zu stellen.

24.08.2020: Corona-Paket der NRW.BANK für Wiederanlaufphase der Wirtschaft

Die NRW.BANK hat weitere Fördermaßnahmen für die Wiederanlaufphase der Wirtschaft in Ergänzung zu den bisherigen Corona-Hilfen von Land NRW und Bund vorgestellt. Ziel der aktuellen Maßnahmen ist es, Mittelstand und Gründern in der kritischen Wiederanlaufphase neuen Spielraum für Investitionen zu geben. Die Maßnahmen im Einzelnen:

125 Millionen Euro zusätzliches Eigenkapital für Nordrhein-Westfalen

Die NRW.BANK stockt ihre bereits bestehenden Angebote zur Eigenkapitalstärkung für etablierte mittelständische Unternehmen um 125 Millionen Euro auf. Die neue Wachstums- und Stabilisierungsfazilität umfasst den neuen NRW.BANK.Mittelstandsfonds Drei mit einem Volumen von 100 Millionen Euro sowie den neuen NRW.BANK.Spezialfonds Zwei mit einem Volumen von 25 Millionen Euro. Zusätzlich wird sie im Rahmen des EU-Beihilferahmens zeitlich befristet bis zum 31.12.2020 bis zu einem Volumen von 800.000 Euro ohne Co-Investor über den NRW.BANK.Spezialfonds in Unternehmen investieren können. Der Spezialfonds richtet sich insbesondere an Unternehmen in Sondersituationen wie Sanierung und Restrukturierung. Digitalisierungsoffensive gestartet:

Die NRW.BANK weitet als ersten Baustein einer geplanten Digitalisierungsoffensive den Antragstellerkreis für ihr Programm „NRW.BANK.Digitalisierung und Innovation“ aus. Ab sofort steht das Förderprogramm mit einem Zinssatz ab 0 Prozent Gründern und jungen Unternehmen unabhängig vom Zeitpunkt ihrer Gründung sowie auch größeren Mittelständlern mit mehr als 500 Millionen Euro Umsatz pro Jahr zur Verfügung. Speziell für Digitalisierungsvorhaben bietet die NRW.BANK den Hausbanken eine 80-prozentige Haftungsfreistellung an. Die Programmerweiterungen sind bis zum 31.12.2020 befristet.

Ausweitung im gewerblichen Konsortialgeschäft

Auch im gewerblichen Konsortialkreditgeschäft stellt sich die NRW.BANK auf die durch die Corona-Pandemie verschlechterten Unternehmensbonitäten ein. Als Partner der Hausbanken vor Ort unterstützt sie mit ihrem Konsortialkreditangebot von der Krise betroffene mittelständische Unternehmen in NRW dabei, dringend notwendige Zukunftsinvestitionen zu finanzieren. Im Konsortialgeschäft finanziert die NRW.BANK auf Einladung einer konsortialführenden Hausbank gemeinsam mit anderen Banken. Sie kann dabei bis zu 50 Prozent des gesamten Kreditbetrags übernehmen.

Neues Programm für gemeinnützige Organisationen

Zusätzlich hat die NRW.BANK erstmals ein spezielles Förderprogramm für gemeinnützige Organisationen aufgelegt. Das Programm „NRW.BANK.Gemeinnützige Organisationen“ bietet zinsgünstige Förderdarlehen mit einem maximalen Zinssatz von 1,5 Prozent pro Jahr und richtet sich an Stiftungen, Vereine und Verbände sowie sonstige gemeinnützige Organisationen unabhängig von Rechtsform, Größe oder Träger. So können hier beispielsweise neben stationären Altenpflegeeinrichtungen auch Organisationen im Gesundheitswesen oder Frauenhäuser gefördert werden. Die Hausbanken erhalten eine Haftungsfreistellung von 100 Prozent. 80 Prozent davon leistet die KfW durch eine Bundesgarantie, die restlichen 20 Prozent die NRW.BANK. Der maximale Kreditbetrag liegt bei 800.000 Euro, die Laufzeiten liegen bei bis zu zehn Jahren. Das Programm ist zunächst bis zum 31.12.2020 befristet. Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite der NRW.BANK unter: www.nrwbank.de/corona

13.07.2020: Start des Freiwilligenregisters NRW

Arbeitsminister Laumann und die beiden Ärztekammern haben heute den Start des neuen Internetportals „Freiwilligenregister des Landes NRW“ bekannt gegeben. Hier können sich Fachkräfte aus allen Gesundheitsberufen – Ärzte, Pfleger, Medizinische Fachangestellte, aber auch Angehörige anderer Gesundheitsfachberufe sowie Verwaltungskräfte aus dem Gesundheitswesen – auf freiwilliger Basis registrieren, um im Kampf gegen das Corona-Virus ihre Unterstützung zu bekunden.

Link: www.freiwilligenregister-nrw.de

08.05.2020: Sechste Corona-Bekämpfungsverordnung
06.05.2020: Aktuelle Informationen zu Kranken- und Kurzarbeitergeld

Die nachfolgenden Informationen stellen wir Ihnen in Kooperation mit unternehmer nrw zur Verfügung.

Kurzarbeitergeld und Krankengeld

Der GKV-Spitzenverband hat darauf hingewiesen, dass es vermehrt zu Fehlern bei der Beantragung und Abrechnung von Krankengeld in Höhe von KuG kommt. Dies betrifft insbesondere die Abgrenzung von Ansprüchen auf Krankengeld und Kurzarbeitergeld. Aktuell werden viele Anträge bei Krankenkassen gestellt, bei denen eigentlich die Arbeitsagenturen zuständig wären.

Beispiel: Kurzarbeit beantragt ab 15. März 2020, d. h. Anspruchszeitraum für KuG ist März 2020

  • Person mit Anspruch auf Entgeltfortzahlung erkrankt bereits im Februar: Anspruch auf Krankengeld i. H. des KuG gegen die zuständige Krankenkasse (§ 47b Abs. 4 SGB V)
  • Person mit Anspruch auf Entgeltfortzahlung erkrankt am 16. März: Anspruch auf KuG-Leistungsfortzahlung gegen die BA
  • Person mit Anspruch auf Entgeltfortzahlung erkrankt am 6. März: auch in diesem Fall Anspruch auf KuG-Leistungsfortzahlung gegen die BA

Dies ergibt sich daraus, dass maßgeblich für die Abgrenzung von Krankengeld und KuG der betriebliche Anspruchszeitraum ist. Dieser ist gem. § 96 Abs. 1 Nr. 4 SGB III i. V. m. § 325 Abs. 3 SGB III der Kalendermonat, für den KuG beantragt wird, unabhängig davon, wann genau in diesem Monat der Arbeitsausfall eingetreten ist.

Der GKV-Spitzenverband weist zudem darauf hin, dass eine gesonderte einheitliche Liste für die Abrechnung der Arbeitgeber mit den Krankenkassen derzeit nicht abgestimmt ist. Es wird den Arbeitgebern stattdessen regelmäßig empfohlen, eine an die KuG-Abrechnungsliste der BA angelehnte Abrechnungsliste für das Krankengeld zu nutzen. Für die Krankenkassen sind dabei folgende über die BA-Abrechnungsliste hinausgehende Informationen wichtig:

  • Betriebsnummer
  • Rentenversicherungsnummer des Arbeitnehmers
  • Beginn des Kurzarbeitergeldbezuges

Diese Informationen sollten ergänzend an die Krankenkassen übermittelt werden.

Häufige Fehler bei der Beantragung von KuG

Laut Bundesagentur für Arbeit (BA) kommt es insbesondere bei jenen Betrieben, die erstmals KuG in Anspruch nehmen, weiterhin zu vermeidbaren Fehlern in der Antragstellung, die die Bearbeitszeit verlängern. Häufig auftretende Fehler bei der Beantragung von Kurzarbeitergeld (KuG) sind:

  • fehlende Unterschriften
  • unzureichende Darstellung der Arbeitszeitausfälle
  • unzureichende Identifizierbarkeit der Arbeitnehmer
  • fehlende Angaben zur Gesamtzahl beschäftigter Mitarbeiter und/oder Kurzarbeiter
  • unterbliebene Anzeige von Adressänderungen an die Betriebsnummernstelle (wodurch die Adresse nicht mehr mit der in der Anzeige genannten Adresse übereinstimmt)
  • fehlende oder falsche Betriebsnummer

Hinweis: Nach Informationen der BA dauert die Bearbeitung von Anzeigen und Anträgen derzeit in der Regel nur wenige Tage. Die Agenturen für Arbeit setzen alles daran, die Bearbeitungszeit unter einer Woche zu halten – vorausgesetzt, die Unterlagen sind vollständig. Das gesetzliche Service-Versprechen lautet, dass die Abrechnung in der Regel nach 15 Tagen bearbeitet ist.

Informationen für Unternehmen zu Anzeige und Abrechnung:

Die BA rät allen Unternehmen: „Greifen Sie früh zum Hörer und lassen Sie sich unterstützen! So können wir gemeinsam alles tun, dass alle wichtigen Fragen beantwortet sind und das Geld schnell und reibungslos abgerechnet wird.“

Arbeitgeber erreichen die Agenturen für Arbeit in Nordrhein-Westfalen montags bis freitags von 8 Uhr bis 18 Uhr telefonisch unter 0800 45555 20. Weitere Informationen zu dem Thema Kurzarbeiter sind zu finden unter www.arbeitsagentur.de/kurzarbeit.

Statistische Publikation der RD zur Kurzarbeit in NRW:

In einer Übersicht hat die Regionaldirektion NRW der BA aktuelle Daten zur Kurzarbeit in NRW zusammengefasst. Die Daten beziehen sich auf die Anzeigen für konjunkturelles Kurzarbeitergeld. Sie finden in der Publikation die Daten aufbereitet sowohl nach Branchen als auch nach Kommunen.

Übersicht: Kurzarbeit in NRW (PDF)

21.04.2020: Antrag Corona-Soforthilfe ist wieder möglich

Nach dem Stopp wegen Betrugsversuchs, ist die Antragstellung ab sofort wieder möglich. WICHTIG ist, dafür nur offizielle Seiten zu verwenden:

Das Antragsformular steht zur Verfügung unter: soforthilfe-corona.nrw.de.

Weitergehende Informationen zu den Corona-Hilfen des Landes erhalten Sie unter: www.wirtschaft.nrw.

Auszahlungen werden ab sofort nur noch auf Konten erfolgen, die dem Finanzamt bekannt sind. Ein entsprechender Hinweis ist auch im neuen Antragsformular hinterlegt. Hinweis: Die Auszahlungen werden in der kommenden Woche wieder aufgenommen. Antragsteller mit unbekannter oder ausländischer IBAN werden von der Bezirksregierung kontaktiert. Diese Antragsteller werden gebeten, keine neuen Anträge zu stellen.

20.04.2020: Corona Soforthilfe Kredit Rheinland-Pfalz / FAQ

Die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) hat eine zusammengefasste FAQ-Liste zur Verfügung gestellt, die eine Vielzahl wichtiger Fragen und Hinweise zum ISB Corona Soforthilfe Kredit RLP beantwortet. Den aktuellen Stand der FAQ können Sie auch jederzeit im ISB-Bankenportal abrufen. Das ISB-Bankenportal ist über die Web-Adresse isb.rlp.de/bankenportal oder über die bekannte Homepage der ISB erreichbar.

FAQ-Liste (PDF)

16.04.2020: Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 2 im Bereich der Betreuungsinfrastruktur

Hier finden Sie die "Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 2 im Bereich der Betreuungsinfrastruktur" vom 16. April 2020.

Verordnung (PDF)

01.04.2020: Umgang mit der Corona-Pandemie - Hilfestellung für die Arbeit im Betrie

Die nachfolgenden Informationen stellen wir Ihnen in Kooperation mit unternehmer nrw zur Verfügung.

Das Coronavirus hat unseren normalen Alltag auf den Kopf gestellt und sorgt weltweit für große Verunsicherung. Die aktuelle Situation ist für alle eine große Herausforde¬rung, die es gilt gemeinsam zu bewältigen.

Beispielsweise kann nicht jede Tätigkeit von zu Hause aus erledigt werden. Es lässt sich daher nicht vermeiden, dass nach wie vor viele Beschäftigte vor Ort in den Betrieben arbeiten. Daher muss das Ansteckungsrisiko durch das neuartige Coronavi¬rus mit organisatorischen, hygienischen und persönlichen Maßnahmen minimiert wer¬den. Hierfür erhalten Sie eine Handlungshilfe, erarbeitet vom Institut für angewandte Arbeitswissenschaft (ifaa). Diese umfasst zahlreiche Tipps, die im Produktionsbereich hilfreich sind.

Hilfestellung für die Arbeit im Betrieb (PDF)

01.04.2020: Erlass zum Vollzug umweltrechtlicher Bestimmungen

Das nordrhein-westfälische Umweltministerium (MULNV) hat heute einen Erlass zum Vollzug umweltrechtlicher Bestimmungen während der Bewältigung der Coronavirus-Pandemie herausgegeben.

Der Erlass soll „der Orientierung bei fristgebundenen Verpflichtungen der Betreiber“ dienen, betont dabei aber ausdrücklich die Verantwortung der Betreiber für den ordnungsgemäßen Betrieb der Anlagen auch in Zeiten der Pandemie. In diesem Zusammenhang listet der Erlasstext verschiedene Prüf- und Handlungspflichten auf, denen nach wie vor nachzukommen ist.

Unmittelbarer Regelungsgegenstand des Erlasses ist das Verfahren bei Fristüberschreitungen bzgl. bestimmter Nachweis- und Dokumentationspflichten, die aus umweltschutzrechtlichen Bestimmungen oder entsprechenden Nebenverpflichtungen resultieren. Mit dem Erlass werden die Behörden darauf hingewiesen, in erster Linie ihre in bestimmten Regelwerken bestehenden Spielräume bzgl. der Fristen zu nutzen.

Der Erlasstext verweist auf eine ggf. erfolgende Anpassung. Unter Umständen ist daher mit einem Nachsteuern zu rechnen. Darüber hinaus ist ein weiterer Erlass zur Auslegung von Antragsunterlagen und Durchführung von Erörterungsterminen in Vorbereitung. Über die weiteren Entwicklungen werden wir Sie informiert halten.

Erlass zum Vollzug umweltrechtlicher Bestimmungen während der Bewältigung der Coronavirus-Pandemie (PDF)

27.03.2020: NRW-Soforthilfe 2020: Elektronisches Antragsverfahren startet heute

Um den Schaden für Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmen in Folge der Corona-Krise abzufedern, hat der Bund ein Soforthilfeprogramm Corona aufgelegt. Die Landesregierung hat beschlossen, das Angebot des Bundes 1:1 an die Zielgruppen weiterzureichen und dabei zusätzlich den Kreis der angesprochenen Unternehmen noch um die Gruppe der Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten zu erweitern.

Link zum Antragsformular: soforthilfe-corona.nrw.de

Infos über die NRW-Soforthilfe: www.wirtschaft.nrw/nrw-soforthilfe-2020

26.03.2020: Info-Webseite: Soforthilfe für die Wirtschaft in NRW

Das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen hat eine Webseite eingerichtet, auf der Sie sich über das Thema "Soforthilfe für die Wirtschaft in NRW" informieren können und auch direkt Anträge stellen können.

Link: www.wirtschaft.nrw/nrw-soforthilfe-2020

26.03.2020: Probleme mit Fristen im Genehmigungsverfahren

Bei einer Telefonkonferenz von unternehmer NRW mit den relevanten Fachverbänden der Industrie wurden allgemeine Probleme, die das Coronavirus im Zusammenhang mit umweltrechtlichen Genehmigungsverfahren verursacht, besprochen. Hier finden Sie das Ergebnispapier:

Probleme mit Fristen im Genehmigungsverfahren (PDF)

Bitte wenden Sie sich bei Problemen mit der Einhaltung von Fristen in Genehmigungsverfahren direkt bei:

David Tigges, Tel. 0203 99239-89, E-Mail: david.tigges@vero-baustoffe.de

25.03.2020: Landesregierung NRW: Soforthilfen für Kleinunternehmen

Nordrhein-Westfalen ergänzt Zuschüsse des Bundes, um Engpässe in Betrieben mit zehn bis 50 Mitarbeitern zu überbrücken

Wirtschaftsminister Pinkwart und Minister der Finanzen Lienen-kämper stocken das Bundesprogramm auf / Gesamthilfe kommt nahezu jedem zweiten Arbeitsplatz zugute.

Das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie und das Ministerium der Finanzen teilen mit: Um kleinen und mittleren Unternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen sowie Solo-Selbstständigen und Freiberuflern in der Corona-Krise zu helfen, hat die Bundesregierung heute umfangreiche Hilfen beschlossen. Die Landesregierung begrüßt diese schnellen Maßnahmen, um Kleinunternehmen durch direkte Zuschüsse in Höhe von 9.000 Euro (bis fünf Mitarbeiter) und 15.000 Euro (bis zehn Mitarbeiter) zu unterstützen.

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier (PDF).

24.03.2020: BMF veröffentlicht Erlasse der obersten Finanzbehörden der Länder zu gewerbesteuerlichen Maßnahmen zur Berücksichtigung der Auswirkungen des Coronavirus

Die nachfolgenden Informationen stellen wir Ihnen in Kooperation mit unternehmer NRW zur Verfügung.

Neben dem Schreiben des Bundesfinanzministeriums (BMF) vom 19. März 2020 mit Details zu den Stundungs- und Vollstreckungsmaßnahmen sowie zu der Anpassung von Steuervorauszahlungen, über das wir Sie im o.g. Rundschreiben informiert haben, veröffentlichte das BMF am 19. März 2020 auch gleichlautende Erlasse der obersten Finanzbehörden der Länder zu gewerbesteuerlichen Maßnahmen zur Berücksichtigung der Auswirkungen des Coronavirus (Anlage 1).

Wesentliche Inhalte der Erlasse:
Mit Hinblick auf den § 19 Abs 3 Satz 3 GewStG sowie insbesondere bei Fällen gemäß dem R 19.2 Abs. 1 Satz 5 GewStR (Einkommensteuer- und Körperschaftsteuervorauszahlungen) können nachweislich unmittelbar und nicht unerheblich betroffene Steuerpflichtige bis zum 31. Dezember 2020 unter Darlegung ihrer Verhältnisse Anträge auf Herabsetzung des Gewerbesteuermessbetrages für Zwecke der Vorauszahlungen stellen. Die Behörden sind angehalten, Anträge nicht deshalb abzulehnen, weil die Steuerpflichtigen die entstandenen Schäden wertmäßig nicht im Einzelnen nachweisen können. Gemäß des § 19 Abs. 3 Satz 4 GewSt ist eine Gemeinde an die Festsetzung des Gewerbesteuermessbetrages für Zwecke der Vorauszahlungen ans Finanzamt gebunden.

Für etwaige Stundungs- und Erlassanträge gilt auch im Hinblick auf einen möglichen Zusammenhang mit Auswirkungen des Coronavirus, dass diese an die Gemeinden und nur dann an das zuständige Finanzamt zu richten sind, wenn die Festsetzung und Erhebung der Gewerbesteuer nicht den Gemeinden übertragen worden ist.

Bewertung der BDA:
Richtigerweise einigten sich die obersten Finanzbehörden der Länder, im Einvernehmen mit dem BMF, auf eine einheitliche Regelung der gewerbesteuerlichen Maßnahmen. Unternehmen können mit der Inanspruchnahme dieser steuerlichen Hilfsmaßnahmen ihre Liquidität während der Corona-Krise verbessern.

Darüber hinaus sollten sich die Länder noch auf einen möglichst unbürokratischen Beantragungsweg, beispielsweise eines bundesweit einheitlichen Online-Antrages, verständigen, um so den Bearbeitungsaufwand - sowohl für die Finanzbehörden als auch die Wirtschaft - so gering wie möglich zu halten.

Hinweis für NRW:
Erneut weisen wir darauf hin, dass für NRW ein Formular für den Antrag auf Steuererleichterungen zur Verfügung steht. Dieses enthält bereits den Aspekt „Steuermessbetrag für Zwecke der Gewerbesteuer-Vorauszahlungen“ (Anlage 2, vgl. auch Rundschreiben GF LV – 109/20 vom 19. März 2020).

Anlage 1: Erlasse der obersten Finanzbehörden der Länder zu gewerbesteuerlichen Maßnahmen zur Berücksichtigung der Auswirkungen des Coronavirus (PDF)

Anlage 2: Formular für den Antrag auf Steuererleichterungen (PDF)

18.01.2021: HessenFonds für Wirtschaftsstabilisierungsmaßnahmen

Unzählige Unternehmen in Hessen leiden nach wie vor an den durch die Corona-Krise ausgelösten wirtschaftlichen Folgen und sind in ernsthaften Finanzierungsschwierigkeiten. Trotz der zahlreichen Corona-Hilfsprogramme, die in den letzten Monaten auf den Weg gebracht wurden, gibt es immer noch hessische Betriebe, die weitergehende Unterstützung benötigen.

Mit dem „HessenFonds für Wirtschaftsstabilisierungsmaßnahmen“ (nachfolgend „HessenFonds“) stellt das Land Hessen daher über Bürgschaften oder eigenkapitalstärkende Mittel neue Liquidität bereit. Der HessenFonds richtet sich in erster Linie an den hessischen Mittelstand und ist subsidiär gegenüber anderen Finanzierungen z.B. durch Hausbanken oder andere Corona-Hilfsprogramme sowie dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds des Bundes: https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Coronavirus/WSF/wirtschaftsstabilisierungsfonds.html

Der HessenFonds sieht grundsätzlich zwei Stabilisierungsinstrumente und deren Kombinationsmöglichkeit vor:

  • Bürgschaften für Bankkredite (Bürgschaft ab 2,5 Mio. Euro)
  • Stille Beteiligungen (in der Regel bis 25 Mio. Euro).

Förderfähige Zielgruppe und Voraussetzungen der Förderung Antragsberechtigt sind Unternehmen der Realwirtschaft, welche die Antragsvoraussetzungen erfüllen, sofern sie nicht schon Stabilisierungsmaßnahmen durch den Wirtschaftsstabilisierungsfonds erhalten haben.

Gefördert werden können Unternehmen mit Sitz oder wesentlichem Tätigkeitsschwerpunkt in Hessen, die im letzten abgeschlossenen Geschäftsjahr vor dem 1. Januar 2020 eine Bilanzsumme von mehr als 10 Mio. Euro ausweisen und zusätzlich Umsatzerlöse von mehr als 10 Mio. Euro und höchstens 50 Mio. Euro erwirtschaftet haben oder zwischen 50 und 249 Mitarbeitende beschäftigt haben oder Start-ups sind (unabhängig von den vorgenannten Größenkriterien), die seit dem 1. Januar 2017 in mindestens einer Finanzierungsrunde von privaten Kapitalgebern mit mindestens 5 Mio. Euro bewertet wurden (einschließlich des eingeworbenen Kapitals).

Geltende Konditionen, Antragsfrist und Antragstellung Neben einer Antragsgebühr trägt der Antragsteller die Verfahrenskosten. Weiterhin sind an laufenden Kosten für Garantien jährliche Vergütungen und für stille Beteiligungen risikobasierte Zinszahlungen vorgesehen. Garantien können bis zum 30. Juni 2021 gewährt werden. Stille Beteiligungen können bis zum 30. September 2021 gewährt werden (Antragsschluss voraussichtlich im Juli 2021). Anträge sind bei der WIBank schriftlich zu stellen (vorab elektronische Übermittlung an hessenfonds@wibank.de möglich):

Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen rechtlich unselbstständige Anstalt in der Landesbank Hessen-Thüringen

Girozentrale 536300 HessenFonds

Kaiserleistraße 29-35

63067 Offenbach

Eine Voranfrage vor kostenpflichtiger Beantragung einer Stabilisierungsmaßnahme ist empfehlenswert. Zudem empfiehlt es sich – da der HessenFonds subsidiär ist – insbesondere zu prüfen, ob keine anderen Bundes- oder Landesprogramme als Hilfsmaßnahmen in Betracht kommen. Die Förderberatung der WIBank (0611 774-7333 oder per E-Mail über foerderberatunghessen@wibank.de kann hierbei weiterhelfen.

Weitere Informationen sowie das Antragsformular stehen Ihnen hier zur Verfügung: https://www.wibank.de/wibank/hessenfonds/hessenfonds--536458

Zusätzliche Details entnehmen Sie bitte den beiden beigefügten Merkblättern und Hinweisen zur Kostenordnung.

Kostenordnung Hessenfonds (PDF)

Merkblatt Bürgschaften (PDF)

Merkblatt Stille Beteiligung (PDF)

29.09.2020: Regierungserklärung - Al-Wazir stellt Neuen Hessenplan vor

Mit Hilfen für Unternehmen und Ausbildungsplätze, Förderprogrammen zur Wohnraummodernisierung und Anreizen zur Digitalisierung unterstützt die Landesregierung Hessens Wirtschaft bei der Überwindung der Corona-Folgen. Der von Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir am Dienstag vorgestellte Neue Hessenplan für Hessens Wirtschaft umfasst mehr als ein Dutzend Einzelmaßnahmen, die sich auf über eine Milliarde Euro summieren: „Der Plan macht unsere Wirtschaft widerstandsfähiger, innovativer und nachhaltiger, damit wir aus dieser Krise stärker herausgehen, als wir hineingegangen sind, und damit uns keine Krise mehr so hart trifft wie diese.“

Al-Wazir bezeichnete die Pandemie als eine von mehreren großen Herausforderungen, zu denen er außerdem die Erderhitzung, internationale Handelskonflikte und den ökonomischen Strukturwandel zählte. „Sie beeinflussen einander, sie überlagern und verstärken sich gegenseitig. Wir müssen also eine Antwort geben, bei der unsere Hilfen ebenso ineinandergreifen. Indem wir gesunde Unternehmen vor den Folgen der Pandemie schützen und sie gleichzeitig beim technologisch-ökonomischen Wandel unterstützen. Indem wir in die öffentliche Infrastruktur massiv investieren und zugleich jungen Leuten neue Chancen für den Start ins Berufsleben eröffnen. Widerstandsfähigkeit, Innovationskraft und Nachhaltigkeit sind die drei Dimensionen des einen Ziels: unseren Wohlstand zu sichern.“ Um die Stabilisierung von durch Corona in Not geratenen Unternehmen, die durch Corona in Not geraten sind, geht es bei drei umfangreichen Hilfsprogrammen des Neuen Hessenplans:

  • Der mit bis zu 500 Mio. Euro ausgestattete Hessen-Fonds kann befristete Beteiligungen, Bürgschaften und Haftungsübernahmen für Unternehmen ab 50 Beschäftigte finanzieren.
  • Für kleinere Unternehmen wird das stark nachgefragte Programm Mikroliquidität um 200 Mio. Euro aufgestockt. Das vergibt Darlehen, die erst in zwei Jahren zurückgezahlt werden müssen und zum Teil erlassen werden können.
  • Für Unternehmen, an denen bisherige Hilfsprogramme vorbeigingen, ist eine neue Notfallkasse im Umfang von bis zu 50 Mio. Euro vorgesehen.

„Wir helfen damit den Unternehmen nicht nur, irgendwie durch diese Krise zu kommen. Sondern wir unterstützen sie damit gleichzeitig dabei, ihre Geschäftsmodelle zu digitalisieren und widerstandsfähiger zu machen“, sagte der Minister. „Wir retten – aber wir retten richtig.“

Um die Konjunktur zu beleben, sieht der Neue Hessenplan massive Investitionen vor, die besonders die Baubranche und das Handwerk stützen:

  • Um 200 Mio. Euro stockt Hessen das Eigenkapital der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft Nassauischen Heimstätte Wohnstadt auf. Das hilft Hessens größtem Wohnungsunternehmen, den Bestand bis 2050 klimaneutral zu machen, ohne die Mieter über Gebühr zu belasten.
  • Knapp 30 Millionen Euro stehen für ein Sonderprogramm zur Wohnraummodernisierung bereit, das besonders auf hocheffiziente Maßnahmen zielt. „Und diese Fördermittel lösen weitere private Investitionen aus“, sagte Al-Wazir. „Das ist ein Konjunkturprogramm fürs Handwerk und gleichzeitig ein Beitrag gegen die Klimaerhitzung.“
  • 40 Mio. Euro stellt der Neue Hessenplan für Investitionen zur Belebung von Innenstädten und Ortskernen bereit.
  • Bis zu 250 Mio. Euro sind reserviert zur Stabilisierung der öffentlichen Bus- und Bahnnetze, deren Einnahmen während der Corona-Krise eingebrochen sind. 20 Mio. Euro zusätzlich sind eingeplant für kommunale Verkehrsinfrastruktur wie Straßen oder Bus- und Straßenbahnhaltestellen.
  • Weitere Mittel sind vorgesehen für Elektro-Ladesäulen, Mobilitätsstationen und die Verbesserung der Fahrrad-Infrastruktur.

„So macht der Neue Hessenplan unser Land nachhaltiger und klimafreundlicher - und kurbelt gleichzeitig die Wirtschaft an“, sagte Al-Wazir. „Wir bauen auf – aber richtig.“

Die dritte Dimension des Plans ist die Begleitung des technologisch-ökonomischen Wandels durch

  • Stärkung der Berufsausbildung in kleinen und mittleren Unternehmen über ein Programm zur Verbundausbildung, das im ersten Jahr die Ausbildungsvergütung übernimmt und die Betriebe unterstützt, sich mit Partnern zusammenzutun, wenn sie alleine nicht alle Ausbildungsstationen abdecken können. Dafür sind bis zu 35 Millionen Euro vorgesehen.
  • Weiterbildung auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz, um KI-Kompetenz in die Unternehmen zu bringen, aber auch Gründungen anzuregen. Dafür sind 20 Mio. Euro vorgesehen.
  • Aufstockung des Programms Digitalisierungs-Zuschuss, das kleine und mittlere Unternehmen bei der Digitalisierung ihrer Anlagen und Abläufe unterstützt.
  • Mehr Beratung für Start-ups sowie Gründerstipendien.

„Je innovativer wir sind, desto besser können wir auf unerwartete Entwicklungen und Ereignisse reagieren, desto widerstandsfähiger werden wir gegen zukünftige Krisen“, erläuterte Al-Wazir. Innovationskraft beruhe sowohl auf akademischer als auch beruflicher Bildung, und die Stärkung der dualen Ausbildung diene auch der sozialen Nachhaltigkeit: „Wir lassen nicht zu, dass eine verlorene Generation Corona entsteht. Der Neue Hessenplan sichert unsere Wirtschaft in der gegenwärtigen Krise und gibt ihr gleichzeitig einen kräftigen Schub in Richtung Zukunft.“

Corona habe in vieler Hinsicht einen Neustart bewirkt, sagte der Minister. „Ob dieser Neustart gelingt, ob er zum Guten oder zum Schlechten, zum Nützlichen oder Schädlichen führt, hängt von unseren Entscheidungen ab. Wir sind bisher gut durch die Krise gekommen, und das ist eine Leistung von uns allen. Von Bürgerinnen und Bürgern, Wirtschaft, Verwaltung und Politik. Lassen Sie uns also auf unserem besonnenen Weg weitergehen. Lassen Sie uns gemeinsam alles dafür tun, dass uns eine solche Krise nicht noch einmal so hart treffen kann. Lassen Sie uns deshalb unser Land widerstandsfähiger, innovativer und nachhaltiger machen. Mit dem Neuen Hessenplan. Für Hessens Wirtschaft und damit für die Menschen in Hessen.“

Hier finden Sie die Regierungserklärung als PDF.

21.07.2020: Liquiditätshilfe für kleine und mittlere Unternehmen in Hessen

Hier finden Sie Informationen zur Liquiditätshilfe für kleine und mittlere Unternehmen in Hessen (hessische KMU).

Informationsschreiben (PDF)

Merkblatt (PDF)

Antragsformular (PDF)

16.07.2020: Gesetz und Verordnungsblatt vom 3. Juli 2020

Hier finden Sie das Gesetz und Verordnungsblatt für das Land Hessen vom 3. Juli 2020.

07.05.2020: Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung

Verordnung zur Beschränkung von sozialen Kontakten und des Betriebes von Einrichtungen und von Angeboten aufgrund der Corona-Pandemie

Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung (PDF)

31.03.2020: Regionaldirektion Hessen: Kurzarbeitergeld und steuerliche Erleichterungen

Die Regionaldirektion Hessen hat eine Information zum Thema „Kurzarbeitergeld“ veröffentlicht. Diese finden Sie hier:

Information Kurzarbeitergeld (PDF)

Außerdem finden Sie nachfolgend die Richtlinie des Landes Hessen zur Durchführung eines Soforthilfsprogramms für gewerbliche Unternehmen und Unternehmen der Land- und Forstwirtschaft, Selbstständige, Soloselbstständige und Angehörige Freier Berufe, die infolge der Corona-Virus-Pandemie 2020 in ihrer Existenz gefährdet sind – (Corona-Virus-Soforthilfsprogramm Hessen 2020) vom 27.03.2020

Richtlinie Soforthilfe Corona Hessen (PDF)

Ausfüllhilfe zum Antrag (PDF)

FAQ Dokumente-Scanning Coronahilfe (PDF)

FAQ zum Thema Steuern (PDF)

FAQ Steuern / Ergänzende Antragshilfe (PDF)

26.03.2020: Soforthilfen für die Wirtschaft in Hessen

Für Unternehmen, die aufgrund des Corona-Virus in Schwierigkeiten geraten, bietet das Land Hessen Unterstützung an. Hier finden Sie weiterführende Informationen:

Kurzarbeitergeld (PDF)

Liquiditätshilfen (PDF)

Maßnahmenbündel vom 25.03.2020 (PDF)

15.12.2020: Niedersächsische Corona-Verordnung (gilt ab dem 16. Dezember 2020)

Hier finden Sie die Niedersächsische Corona-Verordnung. Die nachstehende Fassung tritt am 16. Dezember 2020 in Kraft:

Lesefassung (PDF)

Weitere Informationen zum Coronavirus in Niedersachsen: https://www.niedersachsen.de/Coronavirus/vorschriften-der-landesregierung-185856.html

02.11.2020: Geänderte Corona-Verordnung für Niedersachsen

Hier finden Sie die Corona-Verordnung für Niedersachsen.

Corona-Verordnung (PDF)

17.07.2020: Niedersächsische Verordnung zur Neuordnung der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus SARS-CoV-2

Hier finden Sie die Niedersächsische Verordnung zur Neuordnung der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus SARS-CoV-2 (Niedersächsische Corona-Verordnung) vom 10. Juli 2020.

30.03.2020: Antrag: Niedersachsen-Soforthilfe Corona

Ab sofort können Sie den Antrag auf „Niedersachsen-Soforthilfe Corona“ sowie das Formular „De-minimis-Erklärung Soforthilfe“ elektronisch per E-Mail an die NBank senden.

Gehen Sie dazu wie folgt vor:

  1. Laden Sie sich den Antrag und das Formular „De-minimis-Soforthilfe“ herunter (alternativ finden Sie die Formulare im Anhang dieser E-Mail) und speichern Sie diese auf Ihrem PC.
  2. Füllen Sie den Antrag und das Formular „De-minimis-Soforthilfe“ sorgfältig am PC aus.
  3. Senden Sie den Antrag, das De-minimis-Formular und den geeigneten Nachweis der Unternehmung an folgende E-Mail Adresse: antrag@soforthilfe.nbank.de

Bitte verwenden Sie die E-Mail-Adresse antrag@soforthilfe.nbank.de ausschließlich für die Übermittlung Ihres Antrags. Fragen zu Förderung und Antragsstellung können unter dieser Adresse nicht beantwortet werden. Wenden Sie sich hierfür bitte an beratung@nbank.de

Hinweis: Eine Bearbeitung des Formular „De-minimis-Soforthilfe“ ist nur möglich, wenn es zuvor auf dem Computer gespeichert wurde. Laden Sie das Formular zunächst herunter und öffnen es anschließend von Ihrer Festplatte aus. Bitte nutzen Sie den aktuellsten Adobe Reader.

Formular: Antrag auf „Niedersachsen-Soforthilfe Corona“ (PDF)

Formular: „De-minimis-Erklärung Soforthilfe“ (PDF)

25.03.2020: Corona-Krisenstab der Landesregierung (Ergebnisse vom 24.03.2020)

Liquiditätszuschüsse des Landes Niedersachsen

Ab dem 25. März 2020 können Liquiditätszuschüsse für Kleinunternehmen mit bis zu 49 Beschäftigte in Höhe von maximal 20.000 € nach dem Beschluss des Landtages bei der NBank beantragt werden. Die Anträge sind dort auf der Homepage abrufbar. Es handelt sich um nicht rückzahlbare Zuschüsse (3.000 - 20.000 Euro, innerhalb von 72 Stunden auszahlbar)

Betroffene Betriebe können Ihre Anträge schon vorbereiten. Informationen dazu finden Sie unter dem folgenden Link der NBank: www.nbank.de/Blickpunkt/Covid-19-%E2%80%93-Beratung-f%C3%BCr-unsere-Kunden.jsp

Hier finden Sie dazu einen Fragebogen für Unternehmen zum Thema Soforthilfe Corona (PDF).

Das Wirtschaftsministerium hat mitgeteilt, dass mit einer Entscheidung über die Anträge innerhalb von 72 h zu rechnen ist. Gefördert werden Mieten, Pachten für gewerbliche Immobilien, ebenso Finanzierungskosten wie Zinsen für Maschinen, Anlagen und Einrichtungen. Hier finden Sie den Entwurf der Förderrichtlinie (PDF). Die Beantragung kann ab 25.03.2020 über die NBank erfolgen.

KfW-Darlehen des Landes Niedersachsen

Überbrückungskredite

Das Darlehensprogramm des Landes sieht Überbrückungskredite mit einer Laufzeit von 10 Jahren für kleine und mittlere Unternehmen vor. In den ersten zwei Jahren sollen diese zins- und tilgungsfrei zur Verfügung stehen. Zudem sind keine Sicherheiten zu erbringen. Der Höchstbetrag ist auf 50.000 € pro Fall festgesetzt.

KfW- Unternehmerkredit

Dieser Kredit bietet Risikoübernahmen (Haftungsfreistellungen) für die durchleitenden Finanzierungspartner (in der Regel die Hausbanken) von bis zu 90 % für Betriebsmittelkredite für kleine und mittlere Unternehmen bzw. 80 % für große Unternehmen bis 1 Mrd. Euro Kreditvolumen. Eine höhere Risikoübernahme kann die Bereitschaft der Finanzierungspartner für eine Kreditvergabe erleichtern. Die Beratung zum KfW-Unternehmerkredit erfolgt durch die Hausbank. Anträge können ab 25.03.2020 direkt über die NBank gestellt werden.

Ebenfalls wird ein Bundesprogramm ab nächster oder übernächster Woche freigeschaltet mit ähnlichen Beträgen. Auch diese können über die NBank beantragt werden. Alle Programme sind kombinierbar.

Hinweise der niedersächsischen Finanzverwaltung zu Steuermaßnahmen im Zusammenhang mit der Coronakrise

Die niedersächsische Finanzverwaltung hat einen Fragen- und Antwortkatalog formuliert zu den aktuellen steuerlichen Maßnahmen. Diesen finden Sie unter folgendem Link: www.mf.niedersachsen.de/startseite/themen/steuern/antworten-auf-haufig-gestellte-steuerliche-fragen-faqs-im-zusammenhang-mit-dem-corona-virus-186548.html

11.01.2021: Aktuelle Corona-Verordnungen (gültig ab 11. Januar 2021)
15.12.2020: Aktuelle Corona-Verordnungen (gültig ab 16.12.20)
29.11.2020: Landesverordnung zur Bekämpfung des Coronavirus SARS-CoV-2

Hier finden Sie die Ersatzverkündung (§ 60 Abs. 3 Satz 1 LVwG) der Landesverordnung zur Bekämpfung des Coronavirus SARS-CoV-2

(Verkündet am 29. November 2020, in Kraft ab 30. November 2020.)

Dieser Erlass gilt in Schleswig-Holstein und Hamburg zunächst bis zum zum 20.12., spätestens dann erfolgt ein neuerliches Update. Die Bremer Vorschrift hat derzeit eine Gültigkeit bis zum 09.01.2021.

https://www.schleswig-holstein.de/DE/Schwerpunkte/Coronavirus/Erlasse/201129_Landesverordnung_Corona.html

https://www.hamburg.de/verordnung/

https://www.gesetzblatt.bremen.de/fastmedia/832/2020_11_30_GBl_Nr_0134_signed.pdf

02.11.2020: Neue Verordnungen für Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen

Ab Montag gelten in Schleswig-Holstein strengere Vorschriften zur Corona-Bekämpfung. Ministerpräsident Günther hat die neuen Regeln vorgestellt.

Hier geht es zu den Verordnungen im Detail:

www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/I/_startseite/Artikel2020/IV/201101_neue_verordnung.html.

Verordnungen für Hamburg: www.hamburg.de/verordnung/14545780/2020-10-30-rechtsverordnung/.

Verordnungen für Bremen: www.bremen.de/corona.

25.03.2020: Coronavirus: Informationen für die Wirtschaft in Norddeutschland

Schleswig-Holstein

Hilfsprogramm der Landesregierung Schleswig-Holstein

Zeitnahe und unbürokratische Hilfen für Freiberufler, Selbständige, Kulturschaffende und Unternehmen - die Landesregierung hat einen umfangreichen Schutzschirm zur Abmilderung wirtschaftlicher Folgen der Corona-Pandemie gespannt. Dieser besteht aus:

Zuschüssen aus einem Corona-Soforthilfeprogramm (100 Millionen Euro) 2.500 Euro sind für Solo-Gewerbetreibende und Solo-Selbständige 5.000 Euro für Gewerbetreibende und Selbständige mit 1 bis zu 5 Vollzeitarbeitskräfte 10.000 Euro für Gewerbetreibende und Selbständige mit bis zu 10 Vollzeitarbeitskräften Beantragung über die IB.SH Mittelstandssicherungsfonds (300 Millionen Euro)

  1. Variante: Kreditsumme 15.000 bis 50.000 Euro. 12 Jahre Laufzeit, 2 Jahre tilgungsfrei, 5 Jahre zinsfrei, Zinssatz steht noch nicht fest. Beantragung über die IB.SH
  2. Variante: Kreditsumme 50.000 bis 750.000 Euro. 12 Jahre Laufzeit, 5 Jahre tilgungsfrei, Zinssatz steht noch nicht fest. Beantragung über die Hausbank. Weitere Liquiditätshilfen und Bürgschaften Steuerstundungen. Link der WTSH:

wtsh.de/coronavirus-informationen-und-unterstuetzung-fuer-unternehmen-in-schleswig-holstein/.

Hamburg

  1. Finanzielle Soforthilfe

Ein gestuftes Soforthilfeprogramm stellt Mittel aus einem Notfallfonds bereit, der den Fonds des Bundes ergänzen soll. Es handele sich um "direkte, echte Zuschussmittel" für durch die Auswirkungen des Coronavirus' in finanzielle Not geratene Unternehmen, die je nach Größe Geld in vier Stufen beantragen können.

Stufe eins: 2500 Euro (Solo-Selbstständige) Stufe zwei: 5000 Euro (weniger als zehn Mitarbeiter) Stufe drei: 10.000 Euro (10-50 Mitarbeiter) Stufe vier: 25.000 Euro (51-250 Mitarbeiter)

  1. Corona-Sofortmaßnahmen der Behörden

Die Gesundheitsbehörde und die Gesundheitsämter erhalten zehn Millionen Euro zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. Die Kulturbehörde schnürt ein zusätzliches Hilfspaket Kultur im Umfang von 25 Millionen Euro.

  1. Hilfen der Förderbank

Die Förderprogramme der Hamburger Förderbank IFB sollen deutlich erweitert, die Konditionen verbessert werden, um ergänzend zu Maßnahmen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) unterstützend einzugreifen. Dazu werden zwei neue Kreditprogramme aufgelegt: Zum einen der HamburgKredit-Liquidität für kleine und mittlere Unternehmen. Zum anderen ein neues Fördermodul, das Kulturinstitutionen und Sportvereinen Förderungen nicht mehr nur für Investitionen, sondern auch für Betriebsmittel ermöglicht.

  1. Hilfen der Bürgschaftsgemeinschaft

Die folgenden Maßnahmen gelten ab sofort für alle Bürgschaftsneuanträge von Unternehmen, die zum Jahreswechsel wirtschaftlich gesund waren, und sind vorerst bis zum 31.12.2020 befristet.

Der Bürgschaftshöchstbetrag der Bürgschaftsgemeinschaft Hamburg GmbH (BG) wird auf 2,5 Millionen Euro verdoppelt. Bürgschaften bis zu einer Höhe von 250.000 Euro sollen von der BG innerhalb von 72 Stunden in Eigenverantwortung vergeben werden können. Die Rückverbürgung bei Betriebsmittelfinanzierungen wird für bestehende Unternehmen von 60 auf 80 Prozent erhöht. Die Obergrenze für Betriebsmittel am Gesamtobligo wird von 35 auf 50 Prozent erhöht.

  1. Corona-Erlass der Steuerverwaltung

Der zwischen Bund und Ländern abgestimmte Erlass tritt unmittelbar in Kraft. Er umfasst die zinslose Stundung von Einkommenssteuer, Körperschaftssteuer und Umsatzsteuer und die Herabsetzung der quartalsweisen Vorauszahlung unter vereinfachten Voraussetzungen.

"Erleichterung von der Vollstreckung" bei Vollstreckungsmaßnahmen und Säumniszuschlägen kann bei nachweislicher Härte durch Corona-Maßnahmen gewährt werden. Die 14 Finanzämter Hamburgs sollen noch am Donnerstag über die neuen Verfahrensregeln informiert werden.

  1. Gebührenrechtliche Hilfen für Gewerbetreibende

Städtische Gebühren für Unternehmen, Gewerbetreibende und sonstige Institutionen sollen bei Härten durch die Corona-Maßnahmen ebenfalls einfacher gestundet oder erlassen werden können.

  1. Hilfen für Gewerbemieter der Stadt Hamburg

Von Corona-Maßnahmen betroffene gewerbliche Mieter in städtischen Immobilien können ihre Miete auf Antrag für vorerst bis zu drei Monate stunden.

  1. Finanzierungssicherheit für Zuwendungsempfänger

"Die Zuwendungsempfänger der Stadt können sich weiter darauf verlassen, dass trotz der die Arbeit einschränkenden städtischen Allgemeinverfügungen die Zuwendungen weiter ausgezahlt werden." Außerdem sollen ihnen keine "wesentlichen Nachteile" entstehen, besonders, was die Finanzierung von Fixkosten und vertraglich gebundene Honorarkräfte angeht.

  1. Vereinfachungen im Vergaberecht

"Aufgrund der aktuellen Ausbreitung des Coronavirus' möchte die Finanzbehörde auch im Bereich des Vergaberechts weitgehende Erleichterungen zur vereinfachten Handhabung schaffen. Auf Grundlage des § 2a Abs. 3 in Verbindung mit § 12 Nr. 1 Hamburgisches Vergabegesetz (HmbVgG) setzt die Finanzbehörde die Wertgrenze für Verhandlungsvergaben über Liefer- und Dienstleistungen, die im Zusammenhang mit Beschaffungen zur Sicherstellung der Versorgung der Bevölkerung und zur Bekämpfung der Ausbreitung des Coronavirus stehen, bis zum EU-Schwellenwert für Liefer- und Dienstleistungsaufträge nach § 106 Abs. 2 Nr. 1 GWB in Höhe von aktuell 214.000 EUR fest. Auch die Wertgrenze zur verpflichtenden Anwendung der E-Vergabe wird für Verhandlungsvergaben über Liefer- und Dienstleistungen, die im Zusammenhang mit Beschaffungen zur Sicherstellung der Versorgung der Bevölkerung und zur Bekämpfung der Ausbreitung des Coronavirus stehen, bis zum EU-Schwellenwert für Liefer- und Dienstleistungsaufträge in Höhe von aktuell 214.000 EUR festgesetzt. Diese Regelungen gelten mit sofortiger Wirkung und sind befristet bis zum 31.12.2020. Weitere Erleichterungen sind in Prüfung."

  1. Liquidität für Auftragnehmer und Lieferanten der Stadt Hamburg sichern

Eingehende Rechnungen von Lieferanten sollen "nicht erst zur Fälligkeit, sondern sofort" beglichen werden.

Neue Hotlines für Unternehmen

Die Stadt hat neue Hotlines für Unternehmerinnen und Unternehmer eingerichtet, die montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr erreichbar sind.

  • Industrie: 040 - 428 41-3637 unternehmenshilfen.industrie@bwvi.hamburg.de
  • Hafen, Schifffahrt und Logistik: 040 - 428 41-3512 unternehmenshilfen.logistik@bwvi.hamburg.de
  • Einzelhandel: 040 - 428 41-1648 unternehmenshilfen.einzelhandel@bwvi.hamburg.de
  • KMU: 040 - 428 41-1497 unternehmenshilfen.kmu@hamburg.de
  • Gastronomie, Hotel, Tourismus: 040 - 428 41-1367 unternehmenshilfen.tourismus@bwvi.hamburg.de
  • Agrar: 040 - 428 41-3542 unternehmenshilfen.agrar@bwvi.hamburg.de
  • Weiterhin bestehen die bereits bekannten Hotlinenummern: 040 42841 1497 sowie 040 42841 1648

Für Hinweise zum Umgang und zur gesundheitlichen Vorsorge nutzen Sie auch das Informationsangebot der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz.

Bremen

Task Force für Unternehmen im Land Bremen

Für Unternehmen in Bremen und Bremerhaven, die durch die Auswirkungen des Coronavirus in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten, steht eine Task Force bei der BAB – die Förderbank für Bremen und Bremerhaven bereit. Die Task Force unterstützt Unternehmen sowie freiberuflich und selbstständig Tätige im Land Bremen und berät über die passenden Förderprogramme.

Die Task Force ist über die Hotline 0421 9600-333 oder per E-Mail unter task-force@bab-bremen.de erreichbar.

02.11.2020: Maßnahmen der verschärften Coronaschutzverordnung für das Saarland

Hier finden Sie Informationen zu den Maßnahmen der verschärften Coronaschutzverordnung, die für das Saarland gelten.

Amtsblatt "Verordnung zur Änderung infektionsrechtlicher Verordnungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie" (PDF)

Bussgeldkatalog (PDF)

13.07.2020: Amtsblatt des Saarlandes vom 11. Juli 2020

Hier finden Sie das Amtsblatt des Saarlandes vom 11. Juli 2020 mit aktuellen Informationen zu den Verordnungen der Coronaviraus-Pandemie.

24.03.2020: Saarland: Hilfe für Unternehmen wegen Corona

Die saarländische Landesregierung erweitert ihr Maßnahmenpaket, um saarländischen Unternehmen in der Corona-Krise zu helfen. Neben steuerlichen Hilfestellungen soll es auch ein Soforthilfeprogramm für Kleinunternehmer zur Überbrückung geben, bis es gegebenenfalls ein entsprechendes Bundesprogramm gibt. Von den Auswirkungen der Corona-Krise in ihrer Existenz bedrohte Unternehmen können so 3.000 bis 10.000 Euro Soforthilfe bekommen. Dafür stellt das Land bis zu 30 Mio. Euro sofort zur Verfügung. Eine Rückzahlung sei nur erforderlich, wenn sich im Nachgang herausstelle, dass die Fördervoraussetzungen entgegen der Antragstellung nicht erfüllt waren. Diese Maßnahmen sollen am 24.03.2020 im Ministerrat beschlossen werden.

Einzelheiten zu den Maßnahmen finden Sie hier:

Notrufportal im Wirtschaftsministerium Im Wirtschaftsministerium wurde ein Notrufportal für die saarländische Wirtschaft eingerichtet. Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr Franz-Josef-Röder-Straße 17, 66119 Saarbrücken Tel: 0681 501-4433 E-Mail: corona@wirtschaft.saarland.de Alle Informationen der Landesregierung zu Corona sind auf der folgenden Internetseite zur Verfügung gestellt: www.saarland.de/254042.htm.

Sollten Ihnen durch die akut verordneten Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus Schwierigkeiten entstehen, wenden Sie sich bitte an Dorothea Kaleschke-Weingarten, Tel. 0151 20561852 oder per E-Mail dorothea.kaleschke-weingarten@vero-baustoffe.de. Wir sichern Ihnen unsere Unterstützung zu.