Wohnungsbaukrise in Deutschland: Rohstoffsicherung als Schlüssel für bezahlbaren Wohnraum

22.01.2026
Pressemitteilung

Die Wohnungsbaukrise in Deutschland erreicht historische Ausmaße. Nach einer aktuellen Studie des Pestel Instituts fehlen bundesweit rund 1,4 Millionen Wohnungen, allein in Nordrhein-Westfalen waren es Ende 2024 etwa 376.000. Ohne einen deutlichen Aufschwung im Neubau wird sich diese Lücke weiter vergrößern.

Der Verband der Bau- und Rohstoffindustrie macht deutlich, dass in der öffentlichen Diskussion ein zentraler Faktor zu kurz kommt: Wohnraum entsteht nicht allein durch Förderprogramme oder politische Zielvorgaben, sondern aus verlässlichen Bau- und Rohstoffen. Mineralische Rohstoffe bilden die Grundlage für dauerhafte und sichere Bauwerke und sichern gleichzeitig die regionale Wertschöpfung.

Branche steht vor Herausforderungen

Die Gewinnung und Bereitstellung von Bau- und Rohstoffen steht vor erheblichen Herausforderungen. Komplexe und langwierige Genehmigungsverfahren, unterschiedliche Regelungen auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene sowie steigende Auflagen erschweren die Sicherung einer zuverlässigen Versorgung mit Bau- und Rohstoffen. Diese Faktoren führen zu Versorgungsengpässen, höheren Kosten und wachsender Unsicherheit entlang der gesamten Baukette.

Darüber hinaus belasten volatile Marktbedingungen, eine hohe regulatorische Dichte sowie unsichere energie- und klimapolitische Vorgaben die Umsetzung vom Bauprojekten erheblich. Fehlende Abstimmungen zwischen Bund, Ländern und Kommunen führen zudem dazu, dass Förderinstrumente, steuerliche Anreize und baurechtliche Vorgaben nicht ineinandergreifen, sondern in der Praxis häufig Planungs- und Umsetzungsprozesse ausbremsen.

Wohnungsbau braucht verlässliche Rahmenbedingungen

Um den Neubau von Wohnraum nachhaltig zu beschleunigen, fordert der Verband der Bau- und Rohstoffindustrie ein ganzheitliches Vorgehen:

  • Sicherstellung der Flächenverfügbarkeit für die Rohstoffgewinnung
  • Planungs- und Genehmigungsrechtliche Verlässlichkeit für Investoren und Bauunternehmen
  • Mineralische Rohstoffe müssen als grundlegende und systemrelevante Basis für Wohnraum und Infrastruktur von Beginn an in allen Planungen und Entscheidungen berücksichtigt werden.

Nur wenn die Rohstoffversorgung gesichert ist, können Bauprojekte zuverlässig umgesetzt werden. Ohne ausreichend verfügbare Bau- und Rohstoffe wird die Lücke an dringend benötigtem Wohnraum weiter wachsen.

Fazit

Wohnraummangel ist nicht nur eine soziale Herausforderung, sondern auch eine Frage der Bau- und Rohstoffpolitik. Wer den Wohnungsbau beschleunigen möchte, muss den gesamten Produktions- und Versorgungskreislauf berücksichtigen. Die Heimatregionen bieten die Voraussetzungen für eine sichere Rohstoffversorgung, doch dafür braucht es klare politische Rahmenbedingungen, Verlässlichkeit und koordinierte Planung.

Der Verband der Bau- und Rohstoffindustrie appelliert an Politik und Verwaltung: Bezahlbares Wohnen beginnt mit der Sicherung der Rohstoffbasis. Ohne Rohstoffe kein Wohnraum.