Rohstoffsicherung als Grundlage für Wohlstand, Klimaschutz und gesellschaftliche Entwicklung in Rheinland-Pfalz: vero fordert verlässliche politische Rahmenbedingungen zur Landtagswahl 2026

13.03.2026
Pressemitteilung

Landtagswahl 2026 Rheinland-Pfalz 

Der Verband der Bau- und Rohstoffindustrie e. V. (vero) hat anlässlich der Landtagswahl 2026 ein Forderungspapier zur Rohstoffsicherung in Rheinland-Pfalz veröffentlicht. Mineralische Rohstoffe bilden das Fundament für Wohnungsbau, Verkehrsinfrastruktur, Hochwasserschutz, Energiewende, Industrieproduktion und kommunale Daseinsvorsorge. Eine leistungsfähige heimische Rohstoffgewinnung sichert Arbeitsplätze, stärkt regionale Wertschöpfungsketten und garantiert die Versorgungssicherheit des Landes.

„Rohstoffe sind kein Selbstläufer – ihre Verfügbarkeit ist entscheidend für Wohlstand, Klimaschutz und gesellschaftliche Entwicklung in Rheinland-Pfalz“, betont Raimo Benger, Hauptgeschäftsführer vero, „Politik und Verwaltung müssen hierfür verlässliche, langfristige Rahmenbedingungen schaffen“.

Kernforderungen des Verbandes

  1. Verbindliche Sicherung der Rohstoffgewinnung in Landes- und Regionalplanung
    vero fordert, dass die Rohstoffgewinnung im neuen Landesentwicklungsprogramm V (LEP V) als überragendes öffentliches Interesse festgeschrieben wird. Vorrang- und Vorbehaltsgebiete sollen flächendeckend, langfristig und verbindlich ausgewiesen werden.
  2. Landesweite Rohstoffstrategie als wirtschaftspolitisches Steuerungsinstrument
    Rheinland-Pfalz benötigt eine ressortübergreifende Rohstoffstrategie, die Versorgungssicherheit, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und Nachhaltigkeit systematisch miteinander verknüpft. Die Strategie soll klare Flächenvorgaben, langfristige Versorgungsanalysen und eine strukturierte Beteiligung von Wirtschaft, Kommunen, Wissenschaft und Naturschutz enthalten.
  3. Wettbewerbsfähigkeit sichern – Bürokratieabbau und Genehmigungsbeschleunigung
    Genehmigungsverfahren für rohstoffgewinnende Betriebe müssen beschleunigt und digitalisiert werden, ohne Abstriche bei Umwelt- und Sicherheitsstandards. Bürokratiekosten sind messbar zu reduzieren, Fachbehörden angemessen auszustatten und verbindliche Bearbeitungsfristen einzuführen.
  4. Rechtssichere Verzahnung von Rohstoffgewinnung
    und Naturschutz
    Naturschutz und Rohstoffgewinnung lassen sich durch verantwortungsvolle Planung und nachhaltiges Handeln in Einklang bringen. Rekultivierte Flächen schaffen wertvolle Lebensräume. Ihre Leistungen müssen systematisch anerkannt werden. Kooperationen zwischen Rohstoffwirtschaft, Naturschutz und Wissenschaft sollen gefördert werden.
  5. Technologieoffener Einsatz von Recycling-Baustoffen
    (RC-Baustoffen)

    RC-Baustoffe sind ein wichtiger Bestandteil der Kreislaufwirtschaft, können die heimische Rohstoffgewinnung jedoch nicht ersetzen. vero setzt sich für bedarfsgerechte, qualitätsorientierte und technologieoffene Lösungen ein. Öffentliche Ausschreibungen müssen neutral und leistungsbezogen erfolgen.

 

Zukunftsfähige Rohstoffpolitik für Rheinland-Pfalz

Eine verlässliche regionale Rohstoffversorgung ist zugleich Standort-, Klima- und Infrastrukturpolitik. Rheinland-Pfalz braucht klare landesplanerische Vorgaben, eine strategische Rohstoffpolitik und effiziente Verwaltungsprozesse, um Wirtschaftskraft, Umweltstandards und gesellschaftliche Akzeptanz langfristig zu sichern. Die Landtagswahl 2026 bietet die Gelegenheit, die politischen Weichen für eine zukunftsfähige Rohstoffversorgung zu stellen.